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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 8 · p. Seite 350

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 8
Article
Die Lage des Sinai oder Horeb
Date
1878-01-01
Page
Seite 350 (sequence 14)
Language
German
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IRI
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850 Die Lage deS Sinai oder Horeb. eine Steineinhägung rings um den Berg zu ziehen (das. V. 12. 21, 24). Dieses Alles setzt voraus, daß rings um den Berg eine Ebene, sei es auch eine Hochebene war, von welcher aus der isolirte Berg leicht erreicht werden konnte. Aber gerade diese Lage fehlt durchaus beim Serbal. Palmer schildert die nächste Umgebung desselben folgender Maaßen (p. 169 fg.): ״An der Südseite steigt er (der Serbal) herab gegen die Ebene von el-G'aah in holprigen und fast unzugänglichen Abhängen. Von den Enden seiner nördlichen Stirne laufen zwei rauhe und steinigte Thäler nieder in den Wadp Feiran. . . . Der Raum zwischen beiden ist eine herabfallende und chaotische Masse von Höhen zu einer Erhebung von 2800 F. über Feiran. Es giebt in der That da keine Ebene an seiner Basis, durchaus keinen Platz, welcher Raum für eine große Zahl von Personen innerhalb des Anblicks des Berges böte. In den (von Serbal entfernten zwei Thälern) giebt es nur wenig Plätze, wo auch nur eine kleine Zähl von Zelten aufgeschlagen werden könnte. . . . Diese Wadhs sind von einer holprigen Bergmaffe getrennt, und diese wäre zum mindesten ein außerordentlich unpassender Lagerplatz für die Kinder Israels". So weit Palmer. Mit einem Worte, wäre der Serbal der Berg der Gesetzgebung gewesen, so hätte das Volk nicht gegenüber, d. h. am Fuße desselben lagern können, und brauchte nicht gewarnt zu werden, ihn zu besteigen, und durch eine Steinmauer davon abgehalten zu werden, da er nur schwer zugänglich ist. Derselbe Einwand läßt sich auch gegen den G' Musä-Stock machen. Daraus folgt, daß weder dieser, noch der Serbal der Sinai gewesen sein kann, und daß der Letztere überhaupt nicht in der sg. Sinai-Halbinsel zu suchen ist. Wunderlich genug wäre es, wenn er da gelegen haben sollte. Die Israeliten sollten nicht den kürzesten Weg durch Philistäa einschlagen. Sie hätten also auch aus diesem kurzen Weg den Berg erreichen können, von welchem Mose verkündet

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