Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 27 (1878)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Die Lage des Sinai oder Horeb
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 342 (sequence 6)
- Language
- German
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Et-Tih, ober Ba diat et-Tih, ״die Wüste der Veri r r u n g e 1t" nennen; sie reicht nördlich bis 30° 30׳ Br., von wo an wieder minder unfruchtbare Strecken Vorkommen. Die Breite dieser Wüste im Norden von West nach Ost nimmt fast änderthalb geographische Grade ein. Sie wird im Westen von dem langgestreckten Wady el-Arisch (נחל מצדים, Rhinokolnra) und im Osten von dem Tiefeinschnitt der A r a b a h und dem peträischen Gebirge begrenzt. Suez, wo angeblich der Durchzug durch das rothe Meer stattgefunden haben soll, liegt 30" Br. und 3245 ׳ L., und Kadesch, das Palmer in dem Punkte entdeckt hat, welchen die Araber noch heute G adis nennen (Wady Gadis, Am Gadis) liegt 30", 30׳ Br. und 34" 30׳ L. Wenn die Israeliten die östlichen Theile der Wüste Tih durchzogen haben sollten, d. h. wenn der Sinai innerhalb der beiden Meerbusen des rothen Meeres gelegen haben sollte, dann wären sie von Suez südöstlich zwei Breitengrade und fast zwei Längengrade in gerader Richtung gewandert, und bei den Umwegen, welche die Wanderung durch ein hohes und oft steiles Gebirgsland nöthig macht, um gangbare Thäler aufzusuchen, hätten sie mehr als 100 Meilen zurücklegen müssen, um zum Berge der Gesetzgebung zu gelangen. Ist das denkbar, daß sie sich von ihrem Reiseziele so weit entfernt haben sollten? Nach der gewöhnlichen Annahme, daß sie vom Sinai, um sich ihrem Ziele zu nähern, immer mehr ostwärts, von da wieder nordwärts bis zur Arabah und von da wieder die lange weite Strecke von Nordost bis Nordwest, bis Kadesch gezogen wären, hätten sie in Kreuz- und Querzügen viele Hunderte von Meilen zurücklegen müssen, ehe sie Kadesch erreichten. Eine solche beschwerliche Wanderung mit Kindern und Heerden, wie viel Zeit hätten sie dazu brauchen müssen? > Die Schrift rviderlegt aber mit einem kurzen Worte diese ganze Hypothese; sie giebt an, daß vom Horeb durch das Gebirge Se'tr bis Kadesch nur eilf Tagereisen, d. h. Karavauen- ,