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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 7 · p. Seite 311

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 7
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 311 (sequence 8)
Language
German
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Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo. 911 Achtes Kapitel. II. Die Glaubenslehren. B. Zweiter Glaubenssatz: Von der Einheit und Einzigkeit Gottes. Der Begriff der Einheit kann, streng gefaßt, nur auf das göttliche Wesen angewendet werden. Alles Körperliche ist seinem Wesen nach t h e i l b a r und daher mit dem Begriff der Vielheit behaftet. Aber auch die immateriellen Wesen, und selbst die höchsten unter ihnen, die sogenannten sphärischen Geister, schließen ein Moment der Vielheit in sich und können somit dem Begriff der wahren Einheit nicht genügen. Denn ihrem Wesen nach kommt, wie weiter noch gezeigt werden soll, den sphärischen oder sekundären Geistern nur eine mögliche Existenz zu, die Nothwendigkeit der Existenz hingegen wird ihnen erst von außenhsr durch ihren göttlichen Urheber verliehen; diese Vereinigung von Möglichkeit und Nothwendigkeit aber bildet das Moment der Vielheit in ihrem Wesen. Demnach kann sich der Begriff der absoluten Einheit nur in einem Wesen von nothwendiger Existenz, d. i. in Gott, reälisiren'). Andererseits aber muß ein Wesen von nothwendiger Existenz konsequenter Weise auch ein absolut einfaches und einiges sein, denn die Annahme einer Mehrheit in seinem Wesen würde sofort auch den Begriff der Nothwendigkeit der Existenz aufheben. Die Vereinigung dieser Hälfte des zwölfte» Jahrhunderts durch den Konvertiten Johannes Avendeat erfolgte. Siehe: dourdain. Reelieredss eritiques sur l’äge et l’origine des traductions latines d’ Aristote. Paris (2. Ausl.) 1843. Deutsch p. Stahr. Halle 1831. ') Em. Ram. S. 47 Text, deutsche Uebers. S. 6V; das. S. 49 Text, deutsche Uebers. S. 62. Vgl. Jbn-Sina. Schahrest. II. S. 280. Die hier von A. b. D. gegebene Deduktion findet sich zwar bei Schahrestäni a. a. O. nicht, bildet aber die nothwendige Voraussetzung für die dortige Beweisführung und hat daher sicherlich in der ursprünglichen Darstellung Ibn- Stna's ihre Quelle. Vgl. auch More II. Cinleit. Nr. XVI; das. Cap. I. Munk. Guide II, S. 36).

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