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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 6 · p. Seite 273

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 6
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 273 (sequence 12)
Language
German
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Di« Rellgionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo. 273 vove ftoitfuxo?, von den niederen, die Form oder Entelechie des menschlichen Leibes ausmachenden, Seelenkräften. Am Schluffe dieser Auseinandersetzung bemerkt jedoch A. b. D., den Beweis dafür, daß die Seele nicht die Form ihres Leibes sei, habe er bereits an einer früheren Stelle geliefert'); wir müssen daher, da sich ein solcher Beweis im Vorhergehenden nicht findethier eine Lücke in unserem Text annehmen^). In seine Ausführungen über die Unsterblichkeit der Seele knüpft A. b. D., dem Beispiele Jbn-Sina's folgend, eine Polemik gegen die Lehre von der Seelenwanderung, indem er zwei Einwände gegen dieselbe geltend macht, von denen der eine wieder Jbn-S!na entlehnt ist, der andere aber A. b. D. selber anzugehören scheint. Wenn zu der dem Menschen unter allen Umständen zukommenden Seele, d. i. zu der dem Organismus seines Leibes entsprechenden Entelechie, durch die Seelenwanderung noch eine neue, aus einem anderen Leibe geschiedene, Seele hinzuträte, dann würde ja der Mensch, so meint A. b. D., zwei Seelen in fick vereinigen, er bestände mithin gewiffermaßen aus zwei voneinander verschiedenen Wesen, eine Annahme, der die Einheit unseres Selbstbewußtseins durchaus widerspricht *). Wollte ') Em, Ram. S. 39 Text: עם שאנחנו כבר קיימנו שהנפש אנושית איננו צורח גשמו כלל. Das bezieht sich jedoch wohl nur auf die Vernunft, denn in der unmittelbar darauf folgenden Bekämpfung der Seelenwanderung geht A. b. D. gerade von der hier bestrittenen Definition der Seele aus. ') Auch schon in seiner Erklärung der Einbildungskraft S. 30 Text hatte A. b. D. auf diesen Beweis verwiesen. Von zwei verschiedenen Richtungen der Seele war allerdings beiläufig einmal die Rede (vgl. oben S. 213), aber ein Beweis war dafür nicht geliefert worden (S. 32 Text). Aus eine Lücke im darauffolgenden Kapitel (I. Abschnitt. VIII. Kapitel), weist eine Randglosse im Codex Vatican. hin. Vgl. Gugenheimer. Die Religionsphilosophie des Abraham ben David Ha-Levi etc. Augsburg. 1850. S. 3. ') Jbn-S!na. Schahrest. II. 327. Freilich könnte dasselbe Argument auch gegen die SlrmaljTne einer, von den übrigen Seelenkrästen getrennten und in die Schicksale des Leibes nicht verflochtenen, thätigen Vernunft (vgl. oben S. 272) erhoben werden. «Srartz, Monatsschrift xxvil. 6. 18

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