Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 27 (1878)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension] / J. E.
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 7)
- Language
- German
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Recenstonen. 233 Ferner würde bei Annahme von Lewy's Erklärung des בית 21׳ Pesach. 34 a., wonach bei diesem Worte nicht bloß an das Haus R. Jehuda Hanasi's, sondern allgemein an das Patriarchenhaus zu denken wäre, in welchem A. S. die Stelle eines גבל bekleidetseine Worte מחלוקח כחי דינים חורבן העולם (Derech erez sutta 6. 9) viel besser für die Zeit R. Gamaliels II. passen, dessen Streben ja im Widerspruch mit den zeitgenössischen Lehrern dahinging, den Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Schulen, insbesondere denen Schamma'i's und Hillels, ein Ende zu machen, als für den kleinlichen Eifersuchtsstreit zwischen R. Me'ir und R. Simon ben Gamaliel, auf welchen Lewy sie bezieht. Auch die Aeußerung A. S. המעשה קודם לתלמוד Semachot c. 11 ist wohl gleichzeitig mit den Sifre 11, 13 u. a. St. erwähnten Discufsionen zwischen N-. Akiba- und N. Jose Hagalili n. A. über den Vorzug von Studium und praktischer Thätigkeit. In der Behandlung seines eigentlichen Themas, des Nachweises, daß von Abba Saul eine Mischna vorhanden war, die Varianten zu andern Mischnasammlungen bot, und von R. Jehuda Hanasi bei der Redaction unserer Mischna benutzt wurde, verzeichnet der Verfasser zunächst diejenigen Stellen, welche mit ben Worten א״ש היה קורא eingeleitet werden und für einen Begriff eine andere Benennung als in der vorher angegebenen Mischna, die Rabbi adoptirt, haben. Von solchen Stellen schließt Lewy, daß: Heide Mschna's eben nur in Bezug auf diese Varianten differnst, im klebrigen aber gleichgelauttzt haben und daher auf euren höher« Ursprung zurückweisen, was von der einen wenig-, stens Kiduschin 4, 1 durch b. Kiduschin 75 a., Jebamot 37 a. sich yls sicher behaupten läßt. Der Umstand, daß. diese Formel sich nur je einmal in der Mischny und in der Tosifta, dreimal im jerus. und niemals im babyl. Talmud findet, könnte darauf Hinweisen, daß. man in Babylonien die Mischnasammlung des A. Snicht mehr ganz, sondern nur in Bruchstücken gekannt.