Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 27 (1878)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Tempelpsalmen
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 209 (sequence 3)
- Language
- German
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Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo. 203 Abbildungsvermögen, der Vorrathskammer der Sinne, aufbewahrten Formen, her, die sie bald trennt, bald zusammensetzt und mit Hülfe des G e m e i n s i n n s zu einem Gesammtbild vereinigt, so daß uns die neuentstandene Form wegen der einzelnen, von uns ja wirklich wahrgenommenen Formen auch in der von uns erzeugten Zusammensetzung bekannt erscheint. Airs diese Weise erklären sich z. B. die durch Träume und Gesichte entstehenden Täuschungen *). Da das K om binatio n sv erm ö g e n des Menschen in Folge seines Zusammenhanges mit der Einbildungskraft gleichfalls so gut falsche wie wahre Vorstellungen erzeugt, so ist es schon darum nicht zu billigen, wenn dieses, insoweit es mit der Einbildungskraft identisch ist, noch der Thierseele angehörende Vermögen mit der menschlichen Vernunft in Zusammen- Hang gebracht wird, denn diese ist durchaus nicht als eine aus der Thierseele sich entwickelnde, sondern als eine neue von außenher hinzutretende göttliche Kraft zu betrachten*). Die Urtheilskraft (כחהרעיוני) ist ein animalisches Seelenvermögen, das die damit ausgestatteten Wesen befähigt, über die sinnlich Wahrgenommenen Dinge ein, über den In- ') Arist. de somniis. 462. a, 15. ex drj xovrmv anavcmv Sei GvXXoyiGaGtXai on e.G%l rd evvnvtov (pdvtaa^ia fiev tv xal ev vnvm x. t. X. das. 28. ovä’ oaat äij iv rq> 1mv<n ycvovrai äXrjitelg evvouu naod xd <pavx&Gfiava dXXä xd (jiävxaGfia xo and xijg xtvrjaemg xwv alG-dijßäxwv, dxav ev xS> xa&evdeiv ft, rj xadevSet, xov'd eaxiv ivvrcviov. Daß auch die Thiere träumen, wie A. b. D., indem er die Träume aus einer animalischen Seelenkraft erklärt, als selbstverständlich voraussetzt, nimmt auch Aristoteles an de eornniis. 2, 463. b, 12. Bgl. Jbn-Slna Schahrest. II. S. 330. ־) Em. Rain. S. 30 Text. Wie die Stelle uns vorliegt, ist dieselbe absolut unverständlich. Sie ist vielleicht in folgender Weise zu emendiren: ולזה [איננו] טוב מה שנדמה זה הכה מצד שהוא מדמה אל הכה השכלי, רצוני (b. h. die Kraft, הכה אשר הוא על טבעו הראשון (ה)בהמי וככר היה מהשב die bei»! Menschen zum מהשב wird, beim Thiere aber aus der Stufe des אלהי מחוץ כמו שנזכור [vielleicht:מדמה) וכבר נפרד בכה [מכה bleibt .כיכולת המחקה 14 Graetz, Monatsschrift xx VH. 5.