Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 27 (1878)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 15)
- Language
- German
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12 t Die- Religionsphilosophic des Abraham ibn Daud aus Toledo. seine Widerlegung, kann immer wieder nur in chemischen Wirkungen sich äußern. Um die Anziehung gewisser Substanzen im mütterlichen Organismus zu erklären, deren Hinzutritt nicht nur für den durch den Stoffwechsel erzeugten Abgang genügenden Ersatz bietet, sondern die ursprüngliche Substanz des Sperma sogar noch vergrößert, dafür mag die chemische Zusammensetzung des Sperma als Erklärungsgrund hinreichen; ebenso mag die Art der Bildung der festeren und weicheren Körpertheile, wie der Knochen, Muskeln und Sehnen auf die Wirkung chemischer Ursachen zurückgeführt werden können. Für die organische Bildung und Gliederung des Leibes aber, für die so genaue Proportionalität und Kongruenz in den, trotz ihrer großen Mannigfaltigkeit, doch so fest und bestinnnt umgrenzten Gliedern und Theilen des Körpers, für den Zusammenschluß derselben zu einem Organisrnus, dafür kann die Temperatur und die chemische Beschaffenheit des Sperma allein nicht als genügender Erklärungsgrund angesehen werden. Dagegen ließe sich auch schon die Thatsache anführen, daß ungeachtet der individue l l e n Verschiedenheit in der chemischen Zusamniensetzung des Sperma doch in derselben Gattung im Allgemeinen genau dieselben organischen Bildungen zum Vorschein kommen. Hierin, bekundet sich offenbar ein bewußtes und zweckmäßiges Wirken, wie es selbstverständlich weder den Elementen, noch der chemischen Verbindung derselben zugeschrieben werden kann. Die Organismen können aber auch noch aus anderen Gründen nicht als das Ergebuiß chemischer Verbindungen zwischen ungleichartigen Stoffen angesehen werden. Durch den chemischen Proceß wird nämlich die Ungleichartigkeit der miteinander zu verbindenden Stoffe aufgehoben, und es geht aus der Mischung derselben eine gleichartige Masse hervor '). Werden z. B. Was- Aristot. de gener. et corrupt. I, 328 a., 10 : (pafxbv einsQ {JbZinxtiaC tc xd bfxoco^eQeg dvat9 xal d>a7׳rsq tov