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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 3 · p. Seite 122

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 3
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 122 (sequence 13)
Language
German
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122 Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo. Wix Wache» nämlich die Wahrnehmung, daß je reiner und unvermifchter eine bestimmte Qualität in einem Körper sich findet, desto einfacher und einförmiger auch die von demselben ausgehende Wirkung sei. Die Elementarkörper z. B., die nur eine einzige Qualität besitzen, sind auch auf eine einzige Wirkungsweise beschränkt, die einzige Wirkung des Feuers ist das Brennen, die des Wassers das Feuchten u. s. t». Hingegen entwickeln die, durch eine Mischung von Elementen entstandenen und mit mannigfachen Qualitäten begabten, Körper auch eine mannigfaltigere Wirkungsweise, und zwar eine um so mannigfaltigere, je harmonischer und gleichmäßiger die Mischung ist, der sie ihre Entstehung verdanken. So ist der Pflanzensame z. B., in dem die Mischung schon einen ziemlich hohen Grad von Gleich- Mäßigkeit erreicht hat, in seinen Qualitäten und in seiner Wirkungsweise auch bereits von der Einfachheit der Elemente weit entfernt; der höhere Grad der Gleichmäßigkeit der in ihin vollzogenen Mischung der Elemente äußert sich in einer Reihe ganz neuer Wirkungen, in der Ernährung, dem Wachsthum, der Fortpflanzung u. s. w- Die noch eigenartigere und gleichmäßigere Mischung der Elemente im Thiersamen hat die neuen, in der Thierwelt auftretenden und zu denen der Pflanzenwelt noch hinzukommenden, Lebenserscheinungen zur Folge, wie die freie Bewegung, die Fähigkeit, die mannigfachsten inneren und äußeren Eindrücke aufzunehmen u. dgl. m. Im menschlichen Sperma aber hat die Gleichmäßigkeit unb Eigenartigkeit der Mischung ihre höchste Vollendung erreicht, und dem entsprechend ist auch der Mensch mit den höchsten Vorzügen ausgestattet, er besitzt Denkfähigkeit, Kunstsinn, moralisches Unterscheidungsvermögen u. s. w. Da nun aber die M i s ch u n g der Elemente etwas Acciventelles ist, so können auch die, als Resultat der Mischung sich ergebenden, Fähigkeiten, oder die sogenannten Seelen k,r äste nur A c c idenzien sein. Es handelt sich nun darum, diese, dem ersten

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