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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 3 · p. Seite 113

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 3
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1878-01-01
Page
Seite 113 (sequence 4)
Language
German
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Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo. 113 zurückzuführen. Denn da der Endzweck der Schöpfung, d. i. die Entstehung der Einzeldinge, nur durch die natürliche Bewegung der Elementarkörper verwirklicht werden konnte, so ist es doch wohl wahrscheinlicher, daß Gott diese Bewegung den Formen verliehen habe, die unmittelbar aus ihm emanirt sind und auf deren Verwirklichung der Plan der Schöpfung in erster Reihe gerichtet war, als den Accidenzien, die nur mittelbar, und zwar wegen der Substanz, welcher sie anhaften, ׳ in dem göttlichen Schöpfungsplan gelegen haben können. Auf die F o r m e u der Elementarkörper, insofern sie der Grund von deren natürlichen Bewegungen sind, findet der Begriff der ״Natur" im eigentlichen und ursprünglichen Sinne dieses Wortes seine Anwendung. Dian versteht nämlich unter ״Natur" das Princip der Bewegung und Ruhe, insofern diese ihren Trägern wesentlich und nicht etwa nur zufällig sind *). Nur die unveränderliche und willenlose Bewegung der Elementarkörper kann als natürliche Bewegung angesehen werden, nicht aber die zwar unveränderliche, aber doch aus einem Willen hervorgehende Bewegung der Himmelskörper, oder die zwar willenlose, aber auch dem Wechsel unterworfene Bewegung der Pflanzen, oder gar die nicht nur veränderliche, sondern auch von einen! Willen geleitete Bewegung der Thiere. Die Bewegungen der Himmelskörper, der Pflanzen und Thiere sind als seelische Bewegungen von den natürlichen Bewegungen der Elemeutarkörper streng zu scheiden. Freilich gebrauchen die Naturforscher und Aerzte das Wort ״Natur" auch ') Em. Ram/S. 14 Text, deutsche Uebers. S. 20. Vgl. Arist. Phys. II, 1. 192. b, 20 : mg ovar\g ryg (pj> G 8 m g äqx% nv'ög xal alzCag tov xiveig'Jcu xal r1Q8f18Xv ev <0 vnaq%st nqmzmg x a ab vd xal zr H x a% ä a v fi ß 8 ß y x 6 g. Metaph. V, 4. Schluß : 7j 71 q mrt] <p v a 1 g xal xcglmg keyo^isvr^ iadv y ovaCa y zmv exovzmv ctQxijv xivqaemc ev abcoXg y avzä. Graetz, MonaUschrist XXV». 2. 8

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