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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 3 · p. Seite 105

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 3
Article
Der angebliche judäische Peripatetiker Aristobulos und seine Schriften
Date
1878-01-01
Page
Seite 105 (sequence 9)
Language
German
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Der angebliche judäische Peripatetiker Aristobul und seine Schriften. 105 nein Schreiben eine Apologie gegen die Verläumder des Judenthums hat geben wollen (das. S. 344 fg.), daß er aus Ignoranz den atheniensischen Archonten Demetrios Phalereus mit einem für die Judäer günstigen Schriftsteller Demetrios combinirt hat und endlich daß das ganze historische Gewebe nichts anderes denn als Fiction anzusehen ist. Jetzt läßt sich mit der Annahme einer Sage nicht mehr durchkommen. Es steht vielmehr kritisch fest, daß der Vers, der Aristobulischen Schriften den Aristeasbrief bereits vor sich gehabt haben muß, eben so wie Philo und Josephus und daß er die in diesem Briefe erzählten Fictionen als geschichtliche Thatsachen betrachtet und benutzt hat. Darum konnte er, zur Begründung seiner kecken Behauptung, daß die Griechen ihr bestes Theil von den Hebräern entlehnt hatten, den Satz hinstellen, ein Theil des Pentateuchs sei noch vor Philadelphus ins Griechische übersetzt worden. Hat nun der Vers, den Aristeasbrief gekannt und darauf weiter gebaut, so muß er unbedingt nach dem Vers, desselben gelebt haben. Seine Schrift kann also nur in der Zeit nach der Regierung des Kaisers Tiberius geschrieben sein. Er will allerdings zur Zeit des Königs Philometor geschrieben und mit ihm verkehrt haben. Tenn diesen Punkt hat Valckenaer zur Gewißheit erhoben, daß der König, an den die Schrift gerichtet ist, der sechste Ptolemäer sein soll. Clemens' ausdrückliche Angabe: ״an den König Philometor" (ob. S. 50), ist entscheidend gegen Eusebius' Unbestimmtheit: an den König Ptolemäus, und gegen Anatolius' von Verwirrung zeugende Darstellung, als wenn die ״exegetischen Schriften" Aristobuls den beiden Königen, Philadelphus und. seinem Vater gewidmet gewesen wären (ob. S. 101). Nun den König Philometor hat der Verf. zu seiner ftngirten Darstellung geradezu ausgesucht, wie er auch mit Ueberlegung den Namen Aristobul angenommen hat. So viel wußte er aus

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