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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 3 · p. Seite 103

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 3
Article
Der angebliche judäische Peripatetiker Aristobulos und seine Schriften
Date
1878-01-01
Page
Seite 103 (sequence 7)
Language
German
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IRI
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Der angebliche judäische Peripatetiker Aristobul and seine Schriften. 103 chischen Dichter und Philosophen aus Mose's Gesetzbuch ihren Gedankeninhalt entlehnt hätten, und um dieses zu beweisen, die Keckheit hat aufzustellen, ein Theil des Pentateuch sei noch vor Alexander dem Macedonier und vor der Perser-Herrschaft in's Griechische übersetzt worden, ein solcher Schriftsteller muß als Fälscher beurtheilt werden, dem man gar keinen Glauben schenken darf. Soll man ihm glauben, daß ein Ptolemäus sich so eingehend mit dem Pentateuch beschäftigt habe, daß er Anstoß an den Anthropomorphismen in demselben genommen und Fragen deswegen aufgeworfen, oder an den Verfasser gerichtet habe? Verräth der Vers, nicht seine Fälschung durch die Wendung, daß er einmal bei dem König, an den seine Schrift gerichtet sein soll, die Kunde von der Uebersetzüng des Pentateuchs durch Vermittelung des Demetrios Phalerus voraussetzt, und doch wieder denselben belehrt, daß diese Uebersetzüng ״unter dem König, Deinem Vorgänger, welcher Philadelphus zubenannt wurde" erfolgt sei? Braucht er das dem Nachkommen dieses Königs zu bemerken, wenn er ihn von dem Vorgänge bei der Uebersetzüng vollständig unterrichtet glaubte? Eine solche Darstellungsweise kann man nur als literarische Flunkerei bezeichnen. Sie wollte nicht für den König, sondern für das lesende Publikum den ägyptischen Herrscher bezeichnen, welcher sich für die vollständige griechische Uebersetzüng interessirt haben soll. Alle Kritiker von Competenz, H o d y und Richard S i m o n haben daher mit Recht den Aristobul sammt seinem <Tvvmy/,ut zu den Pseudepigraphen geworfen. Auch Kritiker der Neuzeit haben die Aristobulische Schrift oder Schriften als unecht erklärt, darunter auch Lobeck (Aglaophamus). Zeller hat dagegen eifrig für die Ehrenrettung derselben plaidirt (Philosophie der Griechen HI. 2. Aust. 2 S. 219 fg. und besonders in den Noten). Er setzt diesen Aristobul in Philometors Zeit um 160 Lnts mit Valckenaer. Aber einen Beweis für die Echtheit konnte

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