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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1878-01-01 · Heft 2 · p. Seite 55

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
27 (1878)
Issue
Heft 2
Article
Der angebliche judäische Peripatetiker Aristobulos und seine Schriften
Date
1878-01-01
Page
Seite 55 (sequence 7)
Language
German
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Der angebliche jndäische Peripatetiker Aristobul und seine ׳Schriften. 55 Worte von ähnlich auffallender Bildung, v Soy 8 vyg1) (V. 36) vom ״Wass erg eb o re n en", d. h. von Mose. Ferner, Hai das quasi-orphische Gedicht von Mose gesprochen, so durften die dazu gehörigen Verse von dem ״G es etze" und den ״D oppeltafeln" (xaxä SCnkaxa 36ctfiiöv V. 37) nicht fehlen. Endlich weist ja der Eingang, welcher bei Justinus wie bei Eusebius vorkommt, auf dieses .,Gesetz" hin, auf die ״Satzung der Gerechten" (StxaCwv 36g!hov), auf das ״allen gegebenen göttliche Gesetz" (36Coco xe36vxog 7väac v0{10v), und auf das göttliche Wort {Xöyog 3610g, V. 6). Das Poem ist ursprünglich der Art angelegt, daß es das göttliche Wort oder das göttliche Gesetz zur Anerkennung bringen und das Entgegengesetzte, die heidnische Anschauung, den Poly- Lheismus und die mythologische Vorstellung von menschähnlichen Göttern bekämpfen will. Im Eingang warnt Orpheus den Mondgeborenen Dichter Musäus, daß ״das früher in der Brust Gehegte ihm nicht das liebe Leben raube" *), d. h. daß er seine früher gehegten Jrrthmner und falschen Vorstellungen von der Gottheit fahren lassen möge, wenn er nicht dadurch dem Verderben verfallen will. Orpheus ermahnt ihn ') Statt vX0y6vr!c der Codd.und Edd. haben Philologen nach Scaligers Emendation vSoysvrjg adoptirt. Damit ist Mose gemeint, dessen Name allerdings auf Wasser hinweist, aber ״der Wassergeborene" kann er doch nicht genannt werden. Die Ansatzsilbe y6vrjg hat hier also eine vom klassischen Griechisch abweichende Bedeutung. In demselben Sinne wird Abraham ^0 ■voyevqg genannt, mit Anspielung auf Jesaia 51,2: פי אחד קראתיו, ich habe ihn ״einzig" berufen. Clemens hat diese Anspielung verkannt, weil er zweifelt, ob es sich auf Abraham oder seinen Sohn Isaak bezieht: ö S8 *Qqcf-evg avxdv (3sdv) fnovco yv0)3rjvcu §vl ׳rm (pTqoC, xd yivog XaXchtCmv, 61x6 xdv ^Aßqaä^i . . . 81x6 xal xdv vtov avxov. *) . . C8 tü nqlv 8v GT638GG1 cpav8vxa cpiXrf icclwvog ä[A6QG7]. Es ist die Entlehnung eines homerischen Verses (Ilias 22, 58): . . . avxdg Sb cplX^g . . . acm>og äju8(>3jjg.

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