Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 27 (1878)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der angebliche judäische Peripatetiker Aristobulos und seine Schriften
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2829132-2829500-2829503-2870441--17920-2870454- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Her angebliche judäische Peripatetiter Aristobul und seine Schriften. 51 ersten Buche mit (Stromata I 22, 150 p. 410: ’ÄQiaroßov- Xog äs iv «5 nqörm). Der Titel dieser Schrift wird von den Kirchenvätern nicht genau angegeben. Anatolius nennt sie ״e rklärende Bücher" ßCßXot s^syszat. Diese Schrift war so gehalten, als wenn sie eigens für den König verfaßt worden wäre; in zwei Fragmenten daraus wird der König geradezu in zweiter Person angeredet. In dem einen, welches von der Uebersetzung des ״Gesetzes" und von der Vermittelung des Demetrius Phalereus dabei spricht, und wobei der König Ptolemäus Philadelphus genannt wird, heißt es: ״der sogenannte König Ptolemäus Philadelphus dein Vorfahr" (Eusebius a. a. XIII 12 p. 664 B.): ini 10 v tiqogayogsvOivzog (t>1laäilcpov ßaazXsmg, 0 ov äs ngoyovov. In einem andern Fragmente wird das Verhältniß zwischen dem Autor und dem König in folgender Weise dargestellt. Der Erstere erinnert den König an eine Unterredung, die sie gepflogen hätten, und an eine Frage, die der König bezüglich der anthropomorphischen Bezeichnungen von Gott in dem ״Gesetze" aufgeworfen habe. Die Schrift knüpft demgemäß an eine vorangegangene Unterredung zwischen dem König und dem Autor über das ״Gesetz" und über tiefere Fragen bezüglich der Anthropomorphismen in demselben an 1). So weit man nach dem Material der Fragmente urtheilen kann, war das Hauptinteresse des Verfassers bei der Ansarbeitung seiner Schrift, dem König zu beweisen, daß griechische Denker und Dichter Vieles dem Judenthum oder dem ״Gesetze Mose'L" entlehnt hätten. Diese Entlehnung betonte die Schrift an zwei Stellen. ') Eusebius das. VIII, 10 p. 376: JlXip! cxaviüg siotj/isvcov rcqog zä JTQOxsi/xsva 'Q^rrjfiata, sns<pmvr!0ag xai cv, ßaatXsi׳, öloti orjfimvszai Siä %ov vojxou mv nao ij/xcv, xai ysiy xai ßoaxciov, xai nQoaomov xai noäsg xai ns^Crratog im rijc itscag ävvdfitcuj.