Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 27 (1878)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der angebliche judäische Peripatetiker Aristobulos und seine Schriften
- Date
- 1878-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 2)
- Language
- German
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־; SO: D)er angebliche iudäischs Peripatetiker Aristobul und seme Schriften. rluLaeo) hat diese Frage durchaus nicht kritisch erledigt. Ihm, dem klassischen Philologen-׳ lag mehr daran, nachzuweisen, daß eine ganze Reihe von Versen unter dem Namen griechischer Dichter unecht sei, und daß ein Judäer, und nicht ein Christ sich solche Falschmünzerei habe zu Schulden kommen laßen. Mit einer gewissen Genugthuung suchte der holländische Philologe diese Thatsache zu constatiren, als wenn es unter den christlichen Gnostikern nicht Fälscher gegeben hätte, als wenn die Urevangelien von dem Makel der Pseudepigraphie ganz rein wären. Die Untersuchung über Aristobul muß daher noch einmal aufgenommen werden. Lange Auszüge aus Aristobuls angeblichen Schriften giebt nur Eusebius (praeparatio evangelica) an mehreren Stellen. An der einen sagt er von ihm aus: Aristobul habe sich an der Philosophie des Aristoteles betheiligt, unbeschadet seiner väterlichen (judäischen) Philosophie. Er sei derselbe, von dem das zweite Buch der Makkabäer im Anfang spricht. In der Schrift an Ptolemäus habe er diesen König belehrt'). Diese Angabe muß besonders beachtet werden, weil sie für die Kritik entscheidend ist. Auch Clemens aus Alexandrien identificirt den Peripatetiker Aristobul mit dem, in dem angehängten Sendschreiben an die ägyptischen Judäer des II. Makkabüerbuches genannten Lehrer des Königs. Er bemerkt dabei, daß der Schriftsteller Aristobul unter Ptolemäus Philometor gelebt habe. So weit das Biographische, das nicht gerade viel bietet. Wichtiger sind die Auszüge aus dessen Schrift. Sie war in zwei Bücher eingetheilt. Clemens Alexandrinus theilt ein Fragment aus dem ’) VIII. 9, 38, p. 375d.: 0 <)fc 3 AqiavoßovXog xai ■vijg xar, 3ÄQiGTOTtlrp) cfck0G0(ptac Tcqog rfj narokn (iSTsksyrng . . . ovrog ä avrog sxeTvog, ov xai rj dsmeqa rmv Maxxaßaimv Sv uioyjj rijg ßtßlov ßvqfiovevst, Sv vm nor)g nvoXsf.ux.lov vor ßaatXSu <n>YYQ<m1-Um rovruv xai avrog äiaaacpsl rov vqotcov.