Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 12
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 568 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Recensiontn. 568 traut, hatte der Verf. rin Mannesalter sich vollständig davon entfremdet, um in seinen letzten Jahren mit umso größerer Liebe das Judenthnm in den Bereich seines Denkens zu ziehen. Jhnr widmete er in der Einleitung mehrere Kapitel. Nachdem der Verf. nachgewiesen hat, daß die beiden Grund- Phänomene, Warme und Schwere, Ausdehnmrg und Erstarrung, Centrifugaluitb Centripetal-Kraft mit allen ihren Consequenzen, so wie in der kosmischen und organischen, so auch in der socialen oder anthropolologischen und welthistorischen Sphäre zürn Vorschein kommen, geht er auf die Bildung der Mensche nr a c e n über und bespricht die welthistorischen Racen. ״Man kann zu den welthistorischen Raren nur diejenigen zählen, aus deren kulturhistorischen Bestrebungen die moderne Gesellschaft, welche heute durch Wissenschaft und Industrie die Welt beherrscht, direkt hervorgegangen ist. Erst mit der Geburt der Arier und S e m i t e n ist die organische Lebenssphäre zu ihrer selbstständigen Entivickelung gelangt", (S. 32), d. h. die höchsten Organismen, die Menschen, sind mit diesen beiden Racen zur Stufe des Selbstbewußtseins, zum denkthätigen Schaffen und zu weltgeschichtlichen Factore» gelangt. ״Naturforscher, Philosophen und Dilettanten streiten heute darüber, welche von den beiden welthistorischen Racen die Höhere fei. Es ist ein ähnlicher Streit, wie jener, der einst iir Deutschland über Schiller und Göthe geführt ivurde, und der Hegel bekanntlich zu dem Ausspruche veranlaßt hat: ״״Meirscheu sind keine Kirchthürine"". In der Thal können Individuen mtb Völker sehr verschiedene, ja entgegengesetzte Eigenschaften haben, und denn».- gleichw e r t h i g sein. Sie sind es namentlich dann, wenn sie sich ergänzen. Arier und Semite» sind sich ergänzende, das geschichtliche Leben bedingende, gleichwerthige Factoren des socialen Lebens", (S. 36). Weiterhin (S. 38) bemerkt der Verf.: ״Der Charakter der