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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 12 · p. Seite 555

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 12
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1877-01-01
Page
Seite 555 (sequence 16)
Language
German
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Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Dnud aus Toledo. 5 55 Schrift habe sich deshalb damit begnügen muffen, neben ihrem auf das Verständniß des Volkes berechneteil exoterischen Inhalt nur in leisen Andeutungen auf eine esoterische Auffassung hinzuweisen, in der den tieferdenkenden Geistern eine Bestätigung ihrer durch wissenschaftliche Forschung erlangten Erkenntniß geboten werde '). — Mit allen jüdischen Religiousphilosophen theilt A. b. D. die hohe Werthschätzuug des aramäischen Targum, der sogellannten Uebersetzung des ״Onkelos", und er inacht es dem ״Uebersetzer" oder ״Erklärer" der Schrift — womit wahrscheinlich Saadia geiileint ists) — zuin Vorwurf, daß er sich dasselbe in der Vernleidung von Anthropomorphismen nicht habe zum Vorbild dienen lassen. — Eine nicht geringere Autorität wie den Worten der Propheten will A. b. D. den Aussprüchen des Talmud und der alten Gesetzeslehrer beigelegt wissen , auf deren Uebereinstinnnung niit fernen Ansichten er sich altch häufig beruft. — A. b. D. liebt die Anführurlg von Dichtersiellen, wenn er iil ihire» einen auch nur leisen Anklang an die von ihm dargelegten Gedanken wiederznfinden glaubt. Seine poetischen Citate sind den Gedichten Mose Um Esra's 4), Isaak ibn Giat's "), ') Em. Rain. S. 12 Text, deutsche Uebers. S. 17 (die einleitenden Worte zn den Schriftbelegen); das. S. 19 Text, deutsche Uebers. S. 26. 2) Das. S. 89 Text, deutsche Uebers. S. 113. Unter h<׳m מפרש muß dem Zusammenhang nach hier ein Uebersetzer verstanden werden und dann kann damit nur Saadia, der Verfasser der arabischen Bibelübersetzung, gemeint sein, die allerdings wahrscheinlich von einem Kommentar begleitet war. Em. Ram. S. 91 Text, deutsche Uebers. S. 115 wird eine christl i ch e Bibelübersetzung und atlch die Septuaginta citirt. 3) Em. Ram. S. 84 Text: ורכרי חכמינו ז״ל אצלינו מקובלים ברכיי נבואה. 4) Mose ibn Esra gehört das Cilat Ein. Ram. S. 66 Text an. Vollständiger lautet die Stelle (bei Dukes, Gebirol):!לא אמצאה עתה ללילור־ קץ ואז 1 לא כא אשון ליל בתוך יומיכם 1 בהיות זמני כין ירי חפצי כמו 1 חומר והגלגל כמו אכניס. Der Ausdruck אבנים für Himnrelspole findet sich auch noch in einem arideren Gedichte Mose ibn Esra's, vgl. Sachs, die religiöse Poesie der Inden in Spanien, Originale S. 22 Abhandl. S. 285 Anm. Isaak ibn Giat gehört das Cilat Ein. Ram. S. 68 Text an. Vgl. Dukes נחל קרומים S. 43, Jeschmnn ed. Koback III, 14.

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