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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 12 · p. Seite 544

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 12
Article
Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo
Date
1877-01-01
Page
Seite 544 (sequence 5)
Language
German
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5d4 Die Religionsphilosophie des Abraham ibn Daud aus Toledo. durch die sein Korrespondent sich so beunruhigt fühle, auch von vielen anderen denkenden Männern in seiner Umgebung getheilt, und daher erscheine es ihm als ein ebenso zeitgemäßes, wie verdienstliches Werk, zur Beseitigung derselben nach Kräften beizntragen 1). Es sei der Mangel au wissenschaftlichem Sinn und die Theilnahmlosigkeit, in welcher selbst die ernsteren und denkfähigeren unter den Zeitgenossen der Philosophie und den profanen Mssenschaften gegenüber verharrten, welche die Schnld an, der so beklagenswerthen Unklarheit und Unsicherheit trügen, die im Judenthum selbst in Betreff der bedeutsamsten und grundlegenden Glaubensmahrheite» herrschend geivorden sei. In früheren Zeiten sei das anders gewesen, da hätten die hervorragendsteil Lehrer des Judenthunrs, ivie Rabbi Iochanan beu Sackai, Samuel und die jedesmalig eil Mitglieder des SpnedriumS auch die höchsten Probleme der Wissenschaft in den Kreis ihrer Betrachtung gezogen, und es seien uns die trefflichsten und werthvollsten Aussprüche von ihnen ailch nach dieser Züchtung hin überliefert. Tie ablehnende Haltung der jüdischen Gelehrten der Philosophie gegenüber, über welche A. b. D. sich hier beklagt, darf mail allerdings nicht als eine charakteristische Eigenthümlichkeit gerade seiner Zei't anseheir. Bekanntlich älißert sich in ähnlicher Weise auch Saadia über den nilphilosophischen und univiffenschaftlichen Sinn seiner Zeitgenossen ch, in noch weit härteren Ausdrückeit geißelt Bachja ibn Paknda in der Einleitung zu den Herzenspflichten die zu s e i n e r Zeit herrschende einseitige Nichtung des Talinudstudiums s), und auch Maimonides geben dieselben Erfahrungen so oft Veraillassung zu seinen voll Geringschätzung und Bitterkeit ersüllteil Angriffen gegeil das jeder *) Das. S. 2 Text, deutsche Uebers. S. 2. ’) Einleitung zu Emunoth we-Deoth. a) Wir kommen auf die betreffende stelle noch eiicmal zurück.

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