Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Die Vorstadt Bezetha
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 495 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2829132-2829486-2829498-2870320--17767-2870342- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die Vorstadt Bezetha. 4SS geweihten Speisen, das Passah-Lamm, und nur den Zehnten nicht. Einen nach größeren Gewinn bietet diese Traditio» für die Bestimmung der Lage des Bezetha-Stadttheils. Was bei Josephus nur angedeutet wird (o. S. 489), daß die Neustadt zum Oelberge gehört hat, das ist in der talmudischen Quelle unzweideutig gegeben. Beide Theile lagen auf dem Oelberge (שתי בצעים היו כהר המשחה). Da man aber nicht daran . denken kann, sie auf den Oelberg in« Osten zu verlegen, so ist man genöthigt anzunehmen, daß zwischen der Haupthöhe des Oelberges (Et-Tur) in der Mitte und der nördlichen Höhe, welche von den Christen viri Galilaei genannt wird, daß also zwischen diesen beiden Punkten die Abdachung nach Westen zu ebenfalls Oelberg genannt wurde. Die verfallenen Gräber unweit der sg. Richtergräber, ivelche eine Höhe von 768 Meter messen und südlich von den sg. Königsgräbern oder dem Grabmal der Helene liegen, können recht gut Reste vom Bezetha-Hügel sein. Denn di« beiden neuen Stadttheile haben jedenfalls einen weiten Flächenraum eingenommen. Josephus beschreibt den Lauf der dritten Mauer um Bezetha, daß sie gegenüber dem Grabmal der Helena vorbeiging (jüd. Kr. V, 4, S): i'necra xail'rjxov o 1׳ r t x o v t 05 1׳cE X i r tj g Dieses Denkmal lag nur drei Stadien von Jerusalem entfernt (Alterth. XX, 4, 3): tqCu Gtädta t7]9 imv c fsü0aol1>jj,0jv nöksmc. Damit ist nicht gesagt, daß das Denkmal drei Stadien von der Einfassungsmauer im Norden entfernt war, sondern es könnte eben so gut bedeuten: so weit von der angebauten Stadt. Die Mauer kann dicht beim Grabmal vorbeigezogen sein. Nun beträgt der Raum von der jetzigen Stadtmauer im Norden bis zu den Königsgräbern oder dem Grabmal der Helene mehr als */* Meile und von dem Nordende der Moschee, dem muthmaßlichen Platze des ehemaligen Tempels, beträgt die Entfernung beinah