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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 11 · p. Seite 490

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 11
Article
Die Vorstadt Bezetha
Date
1877-01-01
Page
Seite 490 (sequence 10)
Language
German
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490 * Die Vorstadt Bezetha. zehrt werden durften. Sollte also ein neuer Stadttheil zu Jerusalem gezogen werden (ßiinolcQsadm), dann mußte er durch eine Ringmauer kenntlich gemacht und conseerirt sein. Nun giebt eine alte Tradition an, daß zwei Stadttheile zu Jerusalem gezogen wurden, die aber einen verschiedenen Charakter erhielten. Diese Tradition wird an 4 Stellen mitgetheilt, und jede derselben hat abweichende L.A. Diese müssen zuerst festgestellt werden, um die Tradition als historisches Material verwerthen zu können. In der Hauptsache ist sie noch am verständlichsten im Scholion zu Megillat Taanit erhalten (zu Cap. 6.): I. אבא שאול אופר■. שתי בצים היו בהר המשחה אחת למעלה ואחת למטה. התחתונה נתקדשה ככל אלו והעליונה לא נתקדשה אלא בני הגולה שלא במלך ושלא באורים וחומים. התחתנה שלא היחה קדושתה גמורה, חברים ועמי הארץ נכנסין לשם וא ונלין שב קדשים לא בל שכן מעשי־ שני. תחתונה (עליונה) חברים נכנסין לשם ואין אוכלין שם לא קדשים קלים ולא מעשר שני. אלא למה לא קדשה? מפני שהיא תורפה של ירושלם. Diese Stelle giebt also deutlich an, daß auf dem Oelber ge zwei (neue) Stadttheile waren, ein unterer und ein oberer, von denen der erstere vollständige Heiligkeit (gleich dem alten Jerusalem) hatte, so daß nicht bloß das minder gewissenhafte Volk, sondern auch die ״Genossen" (die Frommen) kein Bedenken trugen, dort Opferfleisch und den zweiten Zehnten zu verzehren. Der obere Stadttheil halte nicht einen vollständigen heiligen Charakter, daher haben die ״Genossen" es gescheut, Opfer und Zehnteil dort zu genießen. In dieser Stelle muß man also statt שלא היתה lesen שהיתה, sonst giebt es keinen Sinn, und statt תחתונה zu lesen העליונה. Das Wort נכנסין hier und an den übrigen Stellen hat die Bedeutung, daß diejenigen, welche außerhalb Jerusalems Wohnung genommen hatten, sich zum Genuß der Opfer und des zweiten Zehnten in beit inner» Stadttheil begeben haben, um der Pflicht zu genügen. Dann pflegten sie in ihre

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