Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Die Vorstadt Bezetha
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 483 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Vorstadt Bezetha. 483 protestantische Topographen entgegen, zuerst Robinson, und der Streit ist noch nicht geschlichtet. Auf den von Zimmermann znsammengestellten Plänen kann inan an der Zeichnung für die Bezetha sofort erkennen, ob der Vers, dem katholischen oder katholisirenden Bekenntnisse angehört, oder ein Protestant ist. Alle diejenigen topographischen Pläne, welche die Bezetha nächst der Ringmauer um diesen Stadttheil so zeichnen, daß sie in Nordwesten der Stadt näher liegt, als im Nordosteil, alle diese Pläne stammeii von Katholiken riild sind der Art angelegt, daß im Westen Nauin für Golgatha außerhalb Jerusalems bleiben kann; diejenigen aber, welche einen weiten Bogen von West nach Ost und innerhalb dieses weiten Raumes die Bezetha zeigen, sind Karten protestantischen Ursprungs. Auffallende ׳Differenzen betreffen noch andere Punkte. Die meisten Topographen identifieiren Bezetha mit der Neustadt vollständig. Nur Sepp legt sie weit auseiilander und schiebt die Akra oder Unterstadt dazwischen. Menke, Caspari, F u r r e r und T o b l e r geben einen kleinen Rauin für die Vorstadt und einen viel größeren Raum für die Neustadt oder Bezetha. Tobler unterscheidet genauer die kleinere alte Vorstadt im Süden und nördlich davon die größere neue Vorstadt oder Bezetha. Die meisten Topographen nehmen ferner keine Rücksicht ans die Terrainverschiedenheit der Bezetha. Nur L e w i n (auf Zimmermann Plänenkarte dir. VI) unterscheidet Ober-Bezetha von U n t e r - B e z e t h a. Die Erstere legt er w e st l i ch und die Letztere östlich. S ch u l tz (das. Nr. III) unterscheidet Bezetha oder Neustadt vom Hügel Bezetha; den Letzteren zeichnete er südlich von der Neustadt. Endlich bildet noch einen Differenzpuukt die Lage der Nordmauer um die Bezetha. Die Allermeisten ziehen sie in der Art, daß ein großer Zwischenraum zwischen der Mauer und den Kö- 1t i g s g r ä b e r n oder dem Grabe (Grabmal, Denkmal) der 31*