Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Mardochai ben Hillel, sein Leben, seine Schriften und die von ihm citirten Autoritäten
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 430 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2829132-2829486-2829496-2870202--17693-2870254- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
430 Mardochai ben Hillel, Abfassung seines Auszuges aus dem Buche des Mardochai benutzt haben^ welcher ״Mardochai des Samuel SckletLstadt" *), oder zum Unterschied von dem eigentlichen, ״großen Mardochai", schon vom Verfasser selber, und später ziemlich allgemein der ״kleine Mardochai" genannt wurde *). Ob nun diese Arbeit Schlettstadt's wirklich gerade unter diesen Verhältnissen entstanden ist, scheint allerdings noch nicht ausgemacht b); so viel aber ist gewiß, daß der ״kleine Mardochai" bald nach seinem Erscheinen viel citirt worden ist 4), und seinem Inhalte und Werthe nach eben so unterschätzt wird, wie das geistige Schaffen seines Verfassers überhaupt. Dieses noch ungedruckte, aber handschriftlich in mehreren Bibliotheken, unter Andern in Paris in der Abschrift einer Frau fi), vorhandene Buch, ist nämlich, wie die Anführungen aus demselben ergeben, keinesweges eine so unselbstständige und geistlose Arbeit wie angenommen wird *), auch ist Schlettstadt's!) Vgl. Asulai, II. 3. v. קצור מרד<7׳. a) Vgl. weiter S. 432, Anm. 3; Israel Bruno, Ga. Nr. 163 und die zahlreichen Citate im Agur. Solche Auszüge, oder gekürzte Umarbeitungen, die zur Unterscheidung ebenfalls als קטן bezeichnet werden, finden sich von mehreren ähnlichen Schriften; so vom Semag (ס׳ מצו׳ גדול) Isaak's v. Corbeil das ם״מ קטן und vom Or-Sarua der, אור זרוע קטן genannte, Auszug von Chajim, dem Sohne des Verfassers (s. Benjäkvb, Debarim Attikim II. S. 8), in den Halachot-ketanot im Mard. unter der Abbreviatur או״ק oft citirt. a) (5 arm oll), dem Gr ae tz folgt, hat a. a. O. für diese, an sich allerdings nicht unwahrscheinliche, Darstellung keinerlei Belege beigebracht. 4) Schon von Maharil, Ga. Nr. 105, Auch Mose 6. Zürich scheint von der Existenz des ״kleinen Mard." bereits Kunde gehabt zu haben, da er (f. Zunz, Ritus S. 215) den ״großen Mard." citirt. Die Anmerkungen zweiter Hand im Züricher Semak citiren bereits neben dem großen ausdrücklich den kleinen Mard. 5) S. Carmoly, a. a. O. S. 144. 0) Wenn Schlettstadt seinen mehrjährigen unfreiwilligen Aufenthalt in der einsamen Burg wirklich zur Abfassung des ״kleinen Mard." benutzt hat, so ist das wohl weniger mit Graetz (a. a. O. das.) als