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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 9 · p. Seite 429

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 9
Article
Mardochai ben Hillel, sein Leben, seine Schriften und die von ihm citirten Autoritäten
Date
1877-01-01
Page
Seite 429 (sequence 9)
Language
German
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fein Leben, seine Schriften und die von ihm citirtm Autoritäten. 429 schriften vorliegende? Und welche gibt die ursprüngliche Fassung, oder richtiger, den ursprünglichen Inhalt des Buches des Mardochai genauer wieder? Bevor au die Beantwortung dieser für die halachische Literatur nicht unwichtigen Frage gegangen werden kann, müssen die Momente untersucht werden, welche auf die Gestaltung des rheinischen Mardochai entscheidend eingewirkt haben, vor Allem aber muß das Verhältniß der in dieser Redaktion enthaltenen zahlreichen Hagahot zu dem Buche genau festgestellt werden. m S amu el Schielt st adt's ״kleiner Mardochai", seine ״Hagahot" und ״kleine Halachot". Melr v. Nothenburg's ״Hilchot Semachot" und ״Likkute M ai muni". Sonstige fremde Bestandtheile im Buche des Mardochai. Es ist schon oben (S. 286) erwähnt worden, daß Samuel Schlettstadt, ungefähr 70 Jahre nach dem Tode des Mardochai, einen Auszug aus dessen Hauptwerke verfaßt hat. Das Leben dieses Mannes, ein Stück mittelalterlicher Romantik, war reich an wechselvollen, mitunter tragischen Momenten 1). Eines derselben sollte auf die spätere Gestaltung des ״Mardochai" von entscheidendem Einflüsse werden. Um der Rache eines Raubritters zu entgehen, dessen jüdische Helfershelfer er zum Tode verurtheilt hatte, mußte Schlettstadt flüchten und in der Hohenlandsburg, nicht weit von Kolmar, Schutz und Zuflucht suchen. Dort lebte er, bis zum Jahre 1376, beinahe sechs Jahre lang. Diesen unfreiwilligen Aufenthalt soll er zur ') S. Carmoly, la france israel. S. 133 flg. und Graetz, Gesch. VIII. S. 13 flg.

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