Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Auslegung des sechszehnten Psalmes und dessen geschichtliche Beziehung
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 396 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829486-2829496-2870199--17655-2870220- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
396 Auslegung des sech!?zehnten Psalmes und dessen haben נף.לתי (xlrjQovofxla. fio v, ירתותי), so kann dieses Wort in seiner cocreten Bedeutung genommen werden, ״mein Feld antheil, mein Besitz, gefällt mir"; auch sonst hat er es gut getroffen, seine Loose sind ihm ins Angenehme gefallen, weil Gott sein Loos gehalten, es so bestimmt hat". (Sb.): תומיך גורלי nti«. Wir können also diesen Vers ungezwungen erklären. Der Sänger fühlt sich gedrängt, Gott zu preisen, der ihm dazu gerathen hat, sich loszumachen und einem Ungewiffen entgegenzugehen (V. 7): אברך את ה׳ אשר יעצני. Der Säuger will also damit sagen, daß er im Auslande einen Zufluchtsort gefunden habe, und daß er für den Augenblick mit seinein Loose zufrieden sein könne. — Wird diese Lage aber von Dauer sein? Was wird ihm die Zukunft unter Fremden bringen? In d e n Nächten peinigen ihn Gedanken, Nachtgedanken kommen über ihn und machen ihm Sorgen, wie es ihm, von der Heimath losgelöst, ergehen wird. Diese Stimmung deutet er nur an (7 b.): ״ .אף לילות יסרוני כליות׳Auch in den Nächten", wenn die Nieren (Inneres) ihn quälen, überwindet er sie und preist Gott. (Vgl. Ps. 73, 21 וכליות׳ אשתונן). Die quälenden Betrachtungen beruhigt er damit, daß er sich stets Gott vor Augen hält und daran fest hält, daß wenn er ihm zur Rechten ist, dann kann er nicht sinken, ins Unglück gerathen (V. 8). Diese Ueberzeugung macht sein ganzes Wesen jubeln (V. 9). Zaghaft begaim der Psalmist seine Ode: ״o behüte mich Gott" und im Verlaufe verwandelt sich sein Zagen in Jubel. Die letzten zwei Verse begründen seine Berechtigung zum freudigen Hoffen. Die Bedeutung derselben muß man sich klar machen. Die meisten Ausleger erblickten darin die Hoffnung oder den Glauben auf Auferstehung, Unsterblichkeit oder innige Gemeinschaft mit Gott. Zwingend liegt dieses keinesweges darin. ״Der Weg des Lebens, 11) תודיעני אורח דויים) ist eben so viel wie ארח לחייש (Spr. 10, 8), ״der Weg zum Leben, d. h. dem