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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 7 · p. Seite 304

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 7
Article
Zeit der Anwesenheit der adiabenischen Königin in Jerusalem und der Apostel Paulus
Date
1877-01-01
Page
Seite 304 (sequence 16)
Language
German
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504 Zeit der Anwesenheit der adiabenischen Königin m Jerusalem die (übrigen) väterlichen Gesetze der Judäer eifrig erfülle (An*. XX, 2, 4) : Jvva^ierov J6 avvöv Cl^dzrjv), 8cp7j (o 'Avaviag), xai / co (> L 4 rtjg 7r8qcT0f,1rjQ t ö Ü 8Z 0 v <? 8 ß 8 cv , eiy8 nävTojg xaxqtxs grjioöv zä ndzqut 2:051׳ lovdaccDV. zovzo elvac x1!Qccßx£Q0v zov neQizsfAvecrüm. Später sei ein galiläischer Judäer Namens Eleasar an Jzates' Hof gekommen, welcher das Entgegengesetzte behauptet habe, daß erst die Beschneidung einen Proselyten;um perfekten Judäer mache. Dieser Eleasar sei außerordentlich peinlich bezüglich der Religionsvorschrift gewesen (das.): כ lovöaZog reg 8zeqog 8x zr!g raXcXaZag . . . EXiä£aQ0g . . . 71ä vv 718ql zct ^ichqta öoxcov dxocßijg 8ivcu. Dieser Eleasar aus Galiläa habe dem König Jzates zugerufen: ״Wie lange wirst Du unbeschnitten bleiben?": fiaxqc rCvog dn8QCTlurjT0g 118vetg; Dieser Eleasar war also der Ansicht, daß die Beschneidung für die Proselyten unerläßlich sei. Aus Josephus' Schilderung von der Gesinnung dieses Mannes, daß er sehr gewissenhaft bezüglich der ndzqca gewesen sei, geht hervor, daß dieser zur strengen SchammMischen Schule gehört haben muß. Denn mit dieser Bezeichnung charakterisirt Josephus auch an andern Stellen. diese Schule, wenn er sie auch nie beim Namen nennt (vgl. Graetz Geschichte d. I. B. I1L 3. Ed. Note 23). Ohne-- hin ist man berechtigt anzunehmen, daß ein Galiläer eher zu Schammai" s rigoroser Schule gehalten hat; die Galiläer waren für beu Schamma'r'smus beanlagt. Dadurch wird uns auch ein zweiter von Josephus. erzählter Fall erklärlich. Während Josephus' erbärmlicher Verwaltung Galiläas waren zwei angesehene Trachoniten zu ihm mit ihren Rossen, Waffen und Schätzen gekommen, um sich nicht bloß dem Kampfe gegen die Römer anznschließen, sondern auch, wie es scheint, dem Judenthum beizutreten. Die Galiläer in Josephus' Umgebung forderten, wenn diese bei ihnen bleiben wollten, daß sie sich der Beschneidung unterziehen mögen (Vita § 23) :

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