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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 7 · p. Seite 300

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 7
Article
Zeit der Anwesenheit der adiabenischen Königin in Jerusalem und der Apostel Paulus
Date
1877-01-01
Page
Seite 300 (sequence 12)
Language
German
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300 Zeit der Anwesenheit der adiabenischen Königin in Jerusalem Pontificat und während Helena's Aufenthalt in Jerusalem (o. S. 249 fg.-. Folglich hatte der Vers, der Apostelgeschichte trotz seiner bodenlosen Anachronismen eine dunkele Kunde davon, daß Paulus sich nicht lange vor dem Altsbruch der Hungersnoth in Judäa bekehrt hat. Denn bis dahin erwähnt die Apostelgeschichte nichts von Paulus' Bekehrungs-Erfolgen. Er hatte, nach ihrer Darstellung, bis dahin nur in seiner Geburtsstadt Tarsus geweilt und sei von da nach Antiochien geholt worden. Erst nach der Zeit der Hungersnoth läßt sie Paulus seine apostolischen Reisen durch Kleinasierr airtreten Die ganze Erzählung ist zwar durch und durch mrhistorisch, weil Paulus selbst seine Erlebnisse ganz anders erzählt. Er sei erst drei Jahre nach seiner Bekehrung nach Jerusalein gekommen, um Petrus zu sehen, und sei nur 15 Tage da geblieben; von Ueberbringung einer Kollekte während der Hungersnoth für die nothleidenden Gläubigen ist keine Rede. Darauf sei er erst 14 Jahre nach seiner Bekehrung, also 11 Jahre nach der ersten Reise, nach Jerusalem gekommen. Aber eine Andeutung liegt doch in der Anreihung der Thatsachen in der Apostelgeschichte, daß Paulus' Uebertritt nicht gar zu lange vor dem Eintreffen der Hungersnoth, vor 48, erfolgt ist. Fällt Paulus' Wandlung von einen: Verfolger des Christenthums in einen fanatischen Zeloten für dasselbe gleichzeitig mit Helena's Reise nach Judäa in die vierziger Jahre, dann ist diese Wandlung, die psychologisch eiu Räthsel ist, erklärt. Die Reise dieser proselptischen Königin mit ihrem Gefolge und mit fünf jungen Prinzen hat ohne Zweifel großes Aufsehen unter den Judäern erregt. Helena hat gewiß auf ihrem Zuge Damaskus berührt. Die Judäer, Proselyten und Proselytinnen dieser Stadt, sind ♦) Apostelgeschichte C. 13—14,

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