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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 5 · p. Seite 226

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 5
Article
George Eliot und das Judenthum
Date
1877-01-01
Page
Seite 226 (sequence 13)
Language
German
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226 George Eliot und das Judenthum. mißhandelt, als wäre sie sein Hund oder seine Katze, sein Spielzeug, oder der Schmuck des Wilden, uni damit zu glänzen. Und dieses Elend muß mit dem Mantel des gesellschaftlichen Anstandes bedeckt, die Form muß gewahrt werden, äußerlich bleibt Alles glänzend, wenn auch unter dem schimmernden Flitter Alles hohl und faul geworden ist und unter der gleißenden Hülle ein gebrochenes Herz sich birgt. Und daneben die beglückte, Beseligung ausstrahlende Verbindung Deronda's und Mirah's! Und muß nicht selbst Esra Cohen's niedrige Familie glücklich gepriesen werden im Vergleich zu dem hohlen Wohlstands Sir Hugo Mallingers, der aus Mangel an männlichen Nachkommen Grandcourt, den muthmaßlichen Erben seiner Güter, wie einen Dorn im Auge betrachten muß und durch leere Zerstreuungen vergebens die innere Unzufriedenheit zu stillen versucht! Es ist, als ob hier manchmal die Bilder Sprache annähmen und riefen: Vergleichet einmal Eueren eitlen Glanz, Eure leeren Freuden, Eure zerstreuenden Nichtigkeiten, aber auch Eure nagenden Leidenschaften und verzehrenden Laster mit dem innern Frieden, dein gleichsam sättigenden Glücke, der sittlichen Reinheit des höhern jüdischen Lebens und sehet zu, ob diese Juden wirklich so viel verächtlicher sind als Ihr selbst. Was ist der Sohn des Pfarrers Gascoigne? Ein mit sich selbst zerfallener, durch verfehlte Liebe unglücklich gewordener Rechts gelehrter. Ist Hans Meyrick mehr als die leichtfertige Künstlernatur, ohne strengere Grundsätze, selbst gegen seinen edelsten Freund und Gönner, gegen Deronda bitter und verstimmt, wenn dessen Interesse dem eigenen zuwiderläust? Wie flach und nichtssagend, fast larvengleich erscheinen solche Charaktere ohne tiefere Lebensaufgabe und höheres Verlangen neben der im Sumpfe gleichsam erblühenden Wunderblume, neben dem aus niedrigen jüdischen Verhältnissen hervorgewachsenen Geisteshelden Mardochai! Was muß es für ein Volk sein, das selbst aus seinen untersten

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