Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 142 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2829132-2829486-2829490--17371-2869896- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Necensionen. 142 zusprach, Einen Stützvers für diese Behauptung findet er nrit Hilgenfeld in der Stelle Luc. 12,13, woselbst unter ״xig“ (slnev §§ x ig ix xov öxlov ai’iw. SiSccGxaXe, eins xü) uoeÄfftp nov IxeqCGaaüai /.iex’ ifiov zijv xb]qovo!xCav) ein Weib zu verstehen sei. Aber ein stricter Beweis aus dem jerusalemischen Talmud ist ihm entgangen, und ich will nicht unterlassen hinzuzufügen, daß ich erst durch seine Auseinandersetzung auf den richtigen Sinn und Zusammenhang der Stelle aufmerksam geworden bin. Jer. b. batra 8, 1 (16 a) lesen wir: חכמי גוים אומרים בן זבת שוין אמי) יש לו שניהן שזין התיבון: l.) וכאחת דאינון דרשי ובן אץ לו הא אח הכתיב ואם אין לו בח הא אם יש לו שניהן שדן דאחון מודין דליתי ברו* * אף ״ .הכא ליתי ברDie christlichen Weisen behaupten: Sohn und Tochter hoben gleiches Erbrecht. Sie erklären nämlich den Vers Num. 27, 8: (Stirbt Jemand und hinterlüßt keinen Sohn, so übergebet das Erbe seiner Tochter) wie folgt: Das findet statt, wenn er keinen Sohn hat; hat er aber einen Sohn, so ist beider Erbrecht gleich. Darauf antwortete man: Es heißt ja aber (im folgenbett Verse): Und hat er keine Tochter, (so gebet sein Erbe seiner: Brüdern) und hier müßtet ihr ebenfalls (wie oben) urgiren, daß beim Vorhandensein «irrer Tochter diese mit den Brüdern gleiches Erbrecht habe. Ihr müßt aber zugeben, daß im 9. Verse es nicht dem so ist (d. h. der Schluß unbegründet ist). Folglich ist es arrch hier nicht an dem". Ich habe die Stelle ganz hergesetzt, obwohl die Discussion, die ') So liest die ed. Shitomir, während ed. Krakau u. Krotoschin אח haben. So sehr das Erstere richtig ist, so wenig berechtigt waren die Herausgeber, es in den Text zu setzen, wie sie denn bekanntlich überhaupt den Text oft nach Willkür verunstaltet haben. *) Schon Pee. Moscheh hat erkannt, daß die Schlußworte corrumpirt scheinen. Vielleicht aber ist es sinngemäßer statt der von ihm vorgeschlagene:! Emendation — er liest: דאתאן מורץ דלית כ ת וכוי — vielmehr wie folgt zu berichtigen: דאתון מודין דלית בד א אף הבא ליח בדא. Die Phrase לא בדא, welchem לית בדא gleichbedeutend wäre, begegnet sehr häufig im Jer. (vgl. Frankel, Einl. in den jer. Taim. 9 a, Levq Wörterb. u. d.Talm. u. Midr. I, 369) und entspricht wörtlich unserem: ,,es ist nicht an dem".