Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Mardochai ben Hillel, sein Leben, seine Schriften und die von ihm citirten Autoritäten
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 18)
- Language
- German
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sein Leben, seine Schriften und die von ihm citirten Autoritäten. 125 dieser Zeit zn den Seltenheiten gehört, in einem Lehrgedichte auch mit der h e b r ä i s ch e n G r a m in a t i k. Sein am nteisten verbreitetes, bekanntestes Werk, dem er auch sein Ansehen uild seine geachtete Stellung in dev jüdischen Literaturgeschichte verdankt, ist das große Gesetzescompend i u m, das seinen Namen trägt. Dieses, das irr vielen Be- Ziehungen wichtige, aber in unglaublich verstümmelter Form auf uns gekommene, ״Buch des Mardochai" soll im nächsten Abschnitte eingehend behandelt werden. Weniger bekannt und noch ungleich weniger gekannt, wenn auch öfter genannt, ist seine versifizirte Abhandlung iiber die S chla ch 1 regeln, über die Untersuchung der geschlachteten Thiere und über das zum Genüsse Erlaubte und Unerlaubte, ein Thema, das noch öfter in ähnlicher Form behandelt worden ist 1). Das Merkchen ist in Venedig bei Daniel (Cornelia) Adelkind auf 54 nichtpaginirten Octav-Seiten, ohne Angabe des Jahres, nach Steinschneider um 1540—50, wahrscheinlich aber noch, später, gedruckt a) und äußerst selten. Asulai scheint es nicht gesehen zn haben'), •) Von Isaak Arubasch im ׳זבחי צדק Ven. 1667; vgl. noch Catal. Opp. (Koh. David) Ms. 8°, No. 684. a) Der Herausgeber, Iochanan Tröves, berichtet in der Vorrede, er habe 1535 (שנת רצייה) in Bologna einen Commentar zum italienischen Machsor anonym drucken lassen (vgl. Nepi, S. 167, Nr. 62), zu dessen Autorschaft er sich jetzt ״in der Zeit seines GreisenthumeS" (לעת זקנתי) bekenne. Auch in einer früheren Stelle sagt er daselbst von sich, er sei זקן בא ביפים, und in seinem Widmungsgedichte: כי רד יזפי ויפז שמשי und לפני מותי עוד בי חושי. Zwischen der Herausgabe des Machsor 1535 und der dieses Büchleins muß demnach ein größerer Zeitraum verstrichen, und die ה׳ שחיטה dürften kaum schon 1540—1550 gedruckt worden sein. *) Er beruft sich (s. V. מרדכי) einfach auf Conforte, welcher (Kore, S. 24«) sich wieder auf Gedalja b. Jachja bezieht, der (s. Schalschel. 45 d) dis Abhandlung handschriftlich gesehen hat.