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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1877-01-01 · Heft 3 · p. Seite 103

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
26 (1877)
Issue
Heft 3
Article
Präcisirung der Zeit für die, die Judäer betreffenden Vorgänge unter dem Kaiser Caligula
Date
1877-01-01
Page
Seite 103 (sequence 7)
Language
German
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Vorgänge unter dem Kaiser Caligula. 103 in den Merthümern (XVIII, 8, 2) Calignla's wahnsinnigen Einfall an die Geschichte von der Gesandtschaft der Alexandriner, als wenn der Streit der Alexandriner um das Bürgerrecht und die Anschuldigung der alexandrinischen Heiden, daß die Indäer ihm in ihren Prosenchen nicht göttliche Verehrung zollten, ihn darauf gebracht hätte, einen Coup auszuführen und die Verehrung seiner Bildsäule im Jerusalemischen Tempel zu erzwingen. Aehnliches berichtet auch Philo an der angeführten Stelle, die, wenn man sie genauer als es bisher geschehen ist betrachtet, ebenfalls au die Hand giebt, daß sich die Vorgänge in Judäa erst während der gesaudtschaftlichen Verhandlungen der Alexandriner abgesponnelt haben. Ehe wir aber diesen Punkt, welcher entscheidend für diese chronologische Frage ist, in Betracht ziehen, müssen wir uns in der Zeit vrientiren. Im Jahre 39 machte Caligula seine kindischen Feldzüge nach Germanien, Gallien und Britannien; die Zeit seiner Abreise ist unbestimmt, nur so viel wissen wir, daß er im Januar 40 in Lyon weilte (Sueton Calig. 17: Vortium (oonsulotum) gutem Luguduni iniit solus). An seinem Geburtstage 31. August 40 kehrte er nach Rom zurück, und 24. Januar 41 wurde er, wie schon angegeben, umgebracht. Der Befehl, seine Bildsäule aufzustellen, müßte also, wenn im Jahre 39 erlassen, noch vor seiner Expedition ergangen ׳sein, auch der erste Depeschenwechsel zwischen Petronius und ihm müßte in diese Zeit gesetzt werden. Allein sollte Caligula, welcher nicht mit sich spaßen ließ, Geduld gehabt haben, Petronius' Ungehorsam gegen seinen Befehl länger als ein Jahr zu ertragen? Zudem scheint Caligula erst zur Zeit seiner Expedition 40 auf die Tollheit, sich vergöttern zu lassen, gekommen zu sein (vgl. Dio Cassius 59, 26). Man müßte also annehmen, daß er den Befehl gegen den Tempel von Gallien aus erlassen habe. Diese Annahme ist aber ebenso unwahrscheinlich, daß Petronius

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