Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Das Zeitalter der griechischen Übersetzung des Buches Hiob
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 5)
- Language
- German
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Das Zeitalter der griechischen Uebcrschung des Buches Hiob. 87 der Art hinzulegen angeordnet, daß sie von selbst vermodern soll. Denn solche Schriften oder Uebersetzungen sollen wohl dem Gebrauch entzogen, versteckt (anoxqicpeiv), aber nicht geradezu zerstört werden. Den Grund zu dieser Strenge gegen Uebersetzungen werden wir später kennen lernen.׳ Jetzt handelt es sich zu ermitteln, in welcher Sprache die Gamaliel als etwas Unbekanntes tiberbrachte Hiob-Uebersetzung gelautet haben mag. Es versteht sich von selbst, daß es nur entweder eine aramäische (chaldäisches Targum) oder griechische gewesen sein kann, tertium non äslur. Nun, in aramäischer Sprache kann diese Uebersetzung nicht gewesen sein, weil eine solche zu Hiob vor dem dritten Jahrhundert nicht existirt hat. Die gegenwärtige Chaldäische Version zu Hiob, das Hiob-Targum, reflektirt nämlich talmudische Elemente aus dein dritten JahrhundertRaschi hat mit seinem feinen kritischen Takte richtig angegeben, daß im talmndischen Zeitalter ein Hiob- Targum, wie überhaupt ein Targum zu den Hagiographen nicht existirt hat a). Im Talmud selbst ist angedeutet, daß ein Hagiographen-Targum im talmndischen Zeitalter nicht vorhanden war, in der agadischen Angabe: Jonathan Ben-Usiel habe das Targum zu den Hagiographen geben wollen, da habe ihm eine Stimme zugemfen: genug!'). Warum gerade eine •) Cholin p. 121 a. ימאי אלל ר' יוחנן אמר מרטקא(מררקא) ר' שמעון כן לקיש אמר כשר שפלטתו סכין. Diese Amoraim des dritten Jh. difjerirten demnach über die Bedeutung des Wortes אלל. Nun hat unser Hiob-Targum beide Erklärungen zu Hiob 13, S רפא' אלל aufgenommen: ומודרקא דפלטיה מכינא. Vgl. Bacher, Monatsschr. Jg. 1871 S. 317. ף Raschi zu Megilla p. 21b:כהלל ובמגלה אפילו י' קורין. ולא גרמינן ד' מתי־גמין. שאין תרגום בכתובים, Was Tosaphot dagegen bemerkt, ist unerheblich. 31 das. p. 3 a: ועוד ביקש לעשות תרגום של כתובים, יצתה כת־קול ואמרה לו דייך.