Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Chronologie des Demetrios
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 70 (sequence 3)
- Language
- German
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70 Die Chronologie des Demetrics. cul zu geben, wunderlich erscheint. Das Regierungsjahr des betrefsenden Plolemäus hätte ja entschieden angegeben werden müssen, wenn die Berechnung genau sein soll! Demetrios will so außerordentlich genau chronologisch berechnen, daß er die Monate mit hineinzieht, und soll den Terminus ad quem zu bestimmen vergessen haben! Das ist undenkbar. Daraus folgt, daß der Terminus des Regierungsjahres des Plolemäus fehlt, daß also der Text defekt ist, oder daß Demetrios diesen Terminus als allbekannt vorausgesetzt hat. Dieses vorausgeschickt, sind die chronologischen Widersprüche nicht so außerordentlich drückend, oder vielmehr der eine derselben kann gehoben werden. Von den beiden Zahlen 573% seit dem Exil der Zehnstämme und 338% seit der Zerstörung Jerusalems ist eine jedenfalls verschrieben, entweder die erstere um ein Jahrhundert zu hoch oder die zweite um eben so viel zu niedrig angegeben. Ein plus oder minus von 100 Jahren ist um so berechtigter anzunehmen, als ja Demetrios selbst den Intervall zwischen den beiden Exilsepochen auf 128% I. ansetzt. Er kann ja nicht mit demselben Athemzuge diesen Intervall auf 235 % I. ausgedehnt haben. Faktisch beträgt die Zwischen׳- zeit zwischen den beiden Exilsepochen 133 I., nämlich das assyrische Exil 719 und das babylonische 586. Die kleinere Zahl 128% kommt also jedenfalls der richtigen näher als die größere 235%. Es bleibt also nur die Frage, ob eine Subtraktion von 100 I. von der ersten Zahl oder eine Addition von 100 I. zur zweiten berechtigter ist. Aus zwei Gründen empfiehlt sich nun die Umwandelung der Zahl 338 in 438. Denn bliebe die Erstere bestehen, so könnte man der Zahl Tsmqrov auf keine Weise beikommen. Denn offenbar hat Demetrios, vielleicht von einem variirenden Text geleitet,den Intervall zwischendenbeiden Exilsepochen um 2 Jahre zu viel angesetzt, da, wie schon angegeben, dieser nach der Königsreihe in unserem Texte vom 6. Jahr Chiskija bis zum 11. Zidkija