Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 26 (1877)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Das Sendschreiben der Palästinenser an die ägyptisch-judäischen Gemeinden wegen der Feier der Tempelweihe
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 9)
- Language
- German
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Gemeinden wegen der Feier der Tempelweihe. 57 sehen, verbergen lassen. Diese würden erst wieder bekannt werden, wenn die Zerstreuten Israels gesammelt werden würden (2, 1—8 a). Alle diese Angaben sollen für die ägyptischen Judäer die hohe Bedeutung des wunderbaren Feuers und des dafür eingesetzten Gedenktages hervorheben, damit sie gewonnen werden, auch ihrerseits den 25. Kislew zu feiern. Zum Schluffe folgen Beispiele, um zwei Punkte zu constatireu, einmal daß die Einweihung des Heiligthums durch wunderbares Feuer sanktionirt worden sei, und stets dadurch sanktionirt werden müsse, und dann daß die Einweihung acht Tage gedauert habe. Die dafür angeführten Beispiele sind: die Einweihung der Stiftshütte durch Mose und die des Tempels durch Salomon. Daran schließt sich die Einweihung des zweiten Tempels unter Nehemia (Zerubabel). Diese Vergleichung beginnt mit V. 2, 8d. und wird ausgedrückt durch mg xai . . . xaüwg xal . . . mgavrmg xal. ״So wie Salomon wünschte, daß der Ort geheiligt werde . . . und Einweihungsopfer darbrachte, so wie Mose betete und Feuer vom Himmel kam und verzehrte das Opfer", so betete auch Salomon, und Feuer verzehrte das Opfer. So ist der Zusammenhang von V. 8d. mit 9—10 zu erklären. Das ist der eine Beleg, wodurch bestätigt werden soll, daß bei der Einweihung des zweiten Tempels auch Gebet um himmlisches Feuer und Gewährung desselben nothwendig gewesen sei. Diese Folgerung wird aber nicht weiter ausgeführt, weil schon früher von dem Feuer unter Nehemia weitläufig erzählt war. Mehr lag den Sendschreibern an dem Umstande, daß die Einweihung jedesmal acht Tage gedauert habe. Für die Zeit Mose's wird V. 11 angeführt, der aber jedenfalls defekt ist (vgl. o. 7). Daran reiht sich V. II: waamwg xai 2aX0-!Mw xäg 6 x rw ff i. oag r!yayev. ״So wie auch Salomo eine achttägige Einweihungsfeier beging". V. 13 beweist, daß