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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 10 · p. Seite 425

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 10
Article
[Rezension]
Date
1876-01-01
Page
Seite 425 (sequence 8)
Language
German
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Recensioneri. 425 jeweiligen Berechnung wohl auch die Daten entsprechend gefälscht. Die anscheinend große Masse der Fälschungen sei, wenn bloß auf die zur Ausführung derselben nöthige Zeit Rücksicht genommen werde, nicht unmöglich für einen Mann, der vor seiner Entdeckungsthätigkeit ein überaus fruchtbarer Schriftsteller gewesen war, in den letzten 35 Jahren seines Lebens aber fast ausschließlich seinen Epigraphen und Epitaphien gelebt habe; und was die dazu nöthige Phantasie betreffe, so bekunden die Fälschungen gerade keine besondere Originalität inr Erfinden. Bis auf drei Gebilde Firk.'scher Phantasie wurde immer mit aus ächten Epigg. bekannten Personen operirt. Diesen destructiven Auseinandersetzungen folgen die constructiven über die ächten Autoepigraphe, dann die masoretischen Wahrnehmungen, welche, wie Rec. gestehen muß, ihm nur geringes Interesse abgewinnen konnten, über die er sich aber auch ein Urtheil nicht anmaaßen möchte. Der eigentliche Catalog ohne Anhang zerfällt in zwei Theile, deren erster (S. 1—170) die Firk.'sche Hauptsammlung, deren zweiter (S. 173 — 274) die Odessaer Sammlung behandelt. Wir entnehmen der Beschreibung, daß die erste Sammlung 5 Lederrollen, 41 Pergamentrollen, 74 Handschriften in Buchform umfaßt, welche die ganze Bibel oder Theile derselben enthalten. Dazu kommen 22 Uebersetzungen von Bibelfragmenten in chaldäischer, arabischer (nur 1 Blättchen), persischer und tatarischer Sprache, sowie 1 kleines masoretisch-grammatisches Merkchen (3 Blättchen). Ein zu dieser Sammlung gehöriger Codex, der nach Firk. Angabe eine 1457 der sel. Aera in Madiafa geschriebene arabische Uebersetzung von Gen. 37, 10 bis Ende Deut, enthalten und von Saadia abweichen soll, ist nicht in den Besitz der öffentlichen Bibliothek gelangt. Dafür bemerkt Ref. neben M 145 noch eine M 145 a, welche eine tatarische Uebersetzung eines kleinen Theiles der Propheten enthält. Am Ende sollte diese Nummer gar die Compensation für die fehlende.

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