Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 25 (1876)
- Issue
- Heft 10
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 423 (sequence 6)
- Language
- German
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Recensionen. 423 dingung, daß auch die Odessaer Handschriften der t. Bibl. übergeben würden; welcher Bedingung 1863 entsprochen wurde. Dies der wesentlichste Inhalt von I der Einleitung, welchem Capitel Referent nur noch die eine Mittheilung entnimmt, daß die von Firk. besonders hervorgehobene Variante וערכתו für וערפתו (Exod. 13, 13, 34, 20) gleich LXX:?mcqwgij (Jota sub scrip.) avro in den 9 Rollen und 3 Codd. der Firk. Sammlung, in denen sie sich findet, überall gefälscht sei, während sie in keinem einzigen Codex der zuerst gesammelten Odessaer Collection vorkomme'). Der Widerlegung des Chwolson'schen Gutachtens, soweit eine solche Zeneraliter vorgenommen werden konnte, sowie der Bestimmung der wirklichen Bedeutung der H.S. S. ist der zweite Theil der Einleitung a) gewidmet. Die hauptsächlichsten Punkte der negativen Kritik hat Referent bereits in dieser Monatsschrift hervorgehoben. Hier seien noch einige Details erwähnt: Rasuren an Daten bemerken die H. H. Harkavy und Strack an 6 Epigraphen, angeblich aus den 9., 10. und 11. Jahrhh.; Hinzufügungen von späterer Hand an 4 Epigg., angeblich aus den 8., 9., 10. und 11. Jahrhh. Durch Veränderung von Textesworten sollen gleichfalls 4 Epigg., angeblich aus derselben Zeit, älter gemacht worden sein. Um diese Fälschungen unkenntlich oder schwer erkenntlich zu machen, seien die entsprechenden Steller: mit Galläpfeltinctur überschmiert ivorden, weshalb die bloße Ueberschmierung einer wichtigen Textesstelle ir: einern Epigraphe schorr ein Verdachtsgrund werde, zumal da, wo der daneben stehende gleichgültige Text frei geblieben ist. Bisweilen zeige es sich, daß die frische Tinte noch nicht ins Pergament gedrungen sei, und was dergleichen äußere Wahrzeichen der Jugend und der Fälschung noch mehr sind. Aber neben diesen sprächen auch sachliche Argumente gegen die Aechtheit vieler Epigraphe, wie z. B. Abbreviaturen und Eulogieen, die erst später in Uebung kommen, Verstöße ge- ׳> S. v. -) Von S. XVIII bis XXXIII.