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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 9 · p. Seite 383

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 9
Article
Entstehung und Werth der Megillat Taanit
Date
1876-01-01
Page
Seite 383 (sequence 9)
Language
German
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Entstehung und Werth der Megillat Täanit. 383 )1 worden ist. Am Schluß der Diseussion heißt es nämlich : .וגור שמאי, והלל ולא קבלו מינייהו ואתו תלמידייחו גור וקיבלו מעי־! י. " . 1er spricht die bab. Femara ihre Ansicht ganz bestimmt dahin cs, daß zu Lebzeiten der Schulhäupter der Beschluß jener . ynode nicht als maaßgebend und verbindlich galt 1). Sehr richtig und gründlich beweist dann S. (S. 2L), daß -ach dem Siege über C e st i u (66 n. Ehr.) alle Parteien in gleicher Weise für den Krieg gegen Nom begeistert -naren. Nur muß daraus noch nicht folgen, was er gegen Gr. (S. 496 Nr. 2,) behaupten will, daß darum dackals heidenfeindliche Bestimmungen und die Einsetzung der Gedenktage nicht mehr von Nöthen waren. Erst recht kann die letztere wenigstens ein Ausfluß der allgemeinen patriotischen Begeisterung gewesen sein.׳ Daß freilich die ersteren damals nicht mehr mit Waffengewalt erkämpft zu werden brauchten, will ich gern zugestehen a). ז) Graetz' übrige Beweise für den Zelotischen Charakter der Synode, aus welcher über die ״achtzehn Bestimmungen" abgestimmt wurde, werden hiervon nicht berührt, zumaler selber auf die Boraitha cSchabb. 17 a) nur beschränkten Werth legt. ^Vgl. das. III" 497 sub 6). V a) Den für die Abfassung der M. T. angegebenen Grund (Schabb. 13 b) שהיו מחבבין את הצתת übersetzt S.: ״weil sie die Leiden in Liebe aus sich nahmen". Dagegen Raschi (z. St.) in Uebereinstimmung mit Hal. Ged. (a. a. O.): ״weil sie die Leiden liebten, aus denen sie gerettet wurden und darum ihr Andenken feierten". In der That heißt ד!יבב im Herzen tragen, lieben. S's Einwand, daß Raschi's Erklärung, der auch Gr. beistimmt, den Worten des N. Schimon b. Gamliel (אף אנו מחבבין את הצתה) darum keinen rechten Sinn gebe, weil wir 1) für seine Zeit ״von einer unzählige Mal erlebten wunderbaren Hilfe Gottes" nichts wissen und' weil 2) die beiden damals eingetretenen Wunder wirklich in die M. T. aufgenommen seien, ist hinfällig. Denn der unerkennbare Sinn der Worte des R. Schim. b. Gaml. ist folgender: Die Misere unseres täglichen Lebens ist so drückend 1, und unsere fortwährenden Leiden sind so groß, daß 'für uns die bloße Möglichkeit, unser Leben zu fristen, den Werth einer wunderbaren Rettung aus Feindeshand hat. Daß dieser Sinn der richtige ist, bestätigt wiederum ein für S. sehr cornpetenter Zeuge, das Scholion zur M. T., welches die Worte der Boraitha wie folgt umschreibt : (vgl. Schabb. 11a) ולמה• כתבוה מפני שאין למודים בצרות ואין הצרות מצויות לבוא־ עליהן אכל בזמן הזה שהם למודים בצרות והצרות באות עליהם אם היו בל הימים דיו וכף אינן מספיקין לכתוב הצתת הבאות עליהם בכל י״נה ו;נח« Uebrigens weicht S's Erklärung im Grunde von der üblichen nicht ab.

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