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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 9 · p. Seite 381

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 9
Article
Entstehung und Werth der Megillat Taanit
Date
1876-01-01
Page
Seite 381 (sequence 7)
Language
German
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Entstehung und Werth der Megillat Taamt. Bei unserer soeben entwickelten Ansicht Wer die Entstehung . Bi. T., wird der Streit darüber, ob Graetz mit Recht den Na- . 1! ׳ Chananja b. Chiskija in Eleasar ben Chan. L. Chisk. verinbett hat, oder nicht, ziemlich bedeutungslos. Es ist sehr 1 -hl möglich, daß Beide betheiligt waren, und schon Abrahain - ,. kilto (Juchasin, Amsterd. Ausg., 12 g) macht auf diesen Auseich aufmerksam. Somit wäre auch der Streit zwischen Schm., rer sich mit,Entschiedenheit für die LA. Chananja b.- Chisk. eruärt, und Graetz erledigt. Nur noch einige Bemerkungen über -■■:i von S. gegen Graetz geltend gemachten Behauptungen.׳ > S. findet die einfache Verwandlung des Chananja in Eleasar b Chan, allzu keck und beruft sich auf die übereinstimmende LA. sämmtlicher Talmudeditionen und der Erklärer und Codincatoren '). Er hat aber ganz vergessen, daß er selber die Abdaß der größere Theil der Juden'dabei nicht bestehen könne, nicht nur im. , Rechte gewesen wäre, sondern weil sogar hätte geltend gemacht werden ׳ können, baß die g e s am m t e Judenheit der-gl. Bestimmungen nicht würde aufrecht erhalten können, so ist das Letztere offenbar übertrieben. Politischer und religiöser Fanatismus pflegen nicht sehr danach zu fragen, ob die als nothwendig erkannten Maäßregeln durchführbar sind oder nicht/ ') In das absprechende Urtheil des Verf. über Jechiel HeilprinM. .. 23) möchte ich denn doch nicht ,einstimmen, zumal es ja bekannt ist. daß derselbe; namentlich um die Richtigstellung der Autornamen im Talmud sich bedeu- ,lende Verdienste erworben hat. Graetz begeht übrigens keineswegs die ihm vom Verf. imputirte Ungereimtheit, den Seder haddoroth als Quelle neben dem Talmud zu citiren, wie jedem unbefangenen Leser der Stelle (Hl* . 497 Nr. 3) einleuchten wird. Wohl aber trifft der Vorwurf, dieselbe Quelle als zwei verschiedene unabhängige Nachrichten citirt zu habenden Verf. selber, vorausgescht, daß seine Citate begründet sind. Aus SchaM : 17 a will er schließen, daß Hillel und Schammai selber bei der Synode׳ im Söller des Chan. b. Chisk. anwesend gewesen seien und sagt (S 24): ״Uebrigens wird dies nicht im-Talmud allein erzählt; eine ältere Quelle, die Tosifta, bezeugt ebendaffelbe". Dieselbe Nachricht nennt Verf. S. 29 ״eine-durch zwei Quellen verbürgte". Als ob nicht der Talmud seinesi Bericht aus der Tosefta hätte! Immer vorausgesetzt, daß er überhaupt in der Tosefta steht. Gefunden habe ich ihn nämlich dort nicht, und ^chmilgs Citat: ״Tosifta zum Tractat Schäbbath" war wenig danach t rgethan, mir den Weg zu erleichtern. ' AVv

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