Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 25 (1876)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Bibliographische Mittheilungen aus München
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 355 (sequence 6)
- Language
- German
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Bibliographische Mittheilungen aus Münchs«. $55 er — behüten vor bösen Anfechten" Auch in diesem Titel zeigen sich Anklänge an die alte Nümberger Ausgabe, deren י) In den meisten Schriften dieser Gattung werden wie hier ״Wer- A der und Maiden" als das gewünschte Lesepublikum auf dem Titelblatte, | oder in der Vorrede ausdrücklich genannt, so auf dem Titelblatte des , « durch Chajjim b. David, Josef b. Jakar ה״יד und Isaak b. Chajjim zu Jchenhausen 1544 gedruckten und als Unicum in der K. Hof- und 3' ׳ Staatsbibliothek dahier befindlichen jüdisch-deutschen Gebetbuches : (der W stattliche mehrere hundert Seiten starke Octav-Band ohne Paginirung . und Custoden stammt aus der Kurfürstlich bayerischen Bibliothek) 4 ״קומט | הער איר ורומן ורויאן. רא ווערט איר הויפש רינג שויאן. איר ווערט עש ־ וואל גיוואר. איין חפלה בום גאנצן יאר. וואל בור טויישטאוג׳ בשיירליך. דרום קומט אוג׳ קויפט וויירליך. איר ווערט זי זוגשט בור מימן• רען זי ווכשן ניט אויף רען סימן. אויר איו בי ניט צו טוייער. אום איין קהנן איז וי אוייער. אוני עטווז נעהר. הלט איר אייך שטארק". (vgl. Israelitische Wochenschrift 1872 241—242 und hebr. Bibliographie XU, 125—127). -? Das bereits genannte Psalmenbuch Krakau 1586 trägt den Titel: J das Tehilimbuch wohl verteutscht in teutscher Sprach, gar schön und 01 bescheidlich und gar kurzweilig Irinnen zu leien für Weiber un’ für Maidlich. Die von Moses Stendal gefertigte Uebersetzung befördete eine Frau, Rösel R' Fischelns zum Drucke, , 1 damit es ״soll sein lieblich zu leien Mann und Frauen und die from- 0 men Maidlich". Auch das höchst seltene jüdisch-deutsche Gedicht , ראש ליד של מהרר משה צארט (das Lied von Moses Zurita), das in 55 gereimj ten Strophen, an welchen die ersten 18 akrostichisch den Namen (<': משה בר אברהם וייצל צוריט aufzeigen, einen Lobgesang zu Ehren der göttlichen Wunder enthält (in ver Hof- und Staatsbibliothek hier befindlich) wurde : durch eine Frau Bath-Seba (פטשל vgl. Zunz Namen der Juden 96, gesammelte Schriften II, 65) in Prag 1602 zum Drucke befördert, und ist in dem Verzeichnisse der Prager Drucke nachzutragen. (Erste Strophe : 3 . מיין גוט איך וויל דיך פרייון. אוני לובן אלי טאג. דיין לוב שטיט וואול : צו ביווייון. רו בישט דער ה אל רינג פרמאג. דו האשט בישפין הימל 0 אוני ערר. פיש פעיל אוני אליא קרטייער. דרום בישטו אליר ער? ווערט. Epilog: .0 דאש נעטליך ליד האט אין דרוק ניבראבט היקרה מרח פטשל בח הר״ר זנוויל ז״ל החן הר׳ ר׳ ועליגמן הורוויץ היום יום ג׳ כ״״ה ימים i .(0 .בחודש חשון ש״סג לפק פה ק״ק פראג Der Herausgeber der jüdisch-deutschen Pentateuchübersetzung Cremona ׳ 1560 Haranguirt gleichfalls die Frauen: ״Ich der Schreiber —, alle Weiber — und frommen Leiber — thu' ich rufen-- Jtliche j: Mad — sei es nit lad — ihr eigen Klad — zu verkäsen.— ihr alle Sachen — Geld zu machen" (um dieses . W. zu verstehen). Vgl. wei- 83»