Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 25 (1876)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Die Abfassungszeit des Pseudo-Aristeas
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 7)
- Language
- German
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*u1׳u||1u1y:?äeu1>משJ4>|tuuu=su11u:ux>. y 7a»0: den König zu begrüßen'), oder den Morgen grüß anzubringen. Es braucht kaum weiter bewiesen zu werden, daß der Morgengruß, die sa'lutatio matutina, lediglich bei den Römern in Gebrauch, den Griechen dagegen auch unter den Ptolemäern fremd war.. Diese Sitte stammte aus dem römischen Patronatsverhältniß. Jeder Client mußte sich jeden Morgen zu seinem Patron begeben, um ihn zu begrüßen. Aus dieser Sitte wurde ein Huldigungsakt für die Kaiser, da diese im buchstäblichen Sinne Patrone waren und das ganze Volk ihr Client. Diese adulatorische Schmeichelei kam bereits unter Augustus auf: kromisouis salutationibus admittebat (Otftavianus Caesar) et plebem, tanta comitate adeuntium desideria excipiens, nt.. . (Sueton Augustus 53). Diese Aufwartung hieß unter den Kaisern ofkeim» salutationis (das. 27). Indem nun der Verf. des Briefes es als stehende Sitte betrachtet, dem Herrscher jeden Morgen einen Gruß oder ״den Gruß" darzubringen, verräth er unverkennbar die Zeitlage unter den Kaisern. Mehr noch giebt die Schilderung der Burg in Jerusalem zu -erkennen, daß er frühestens in der herodianischen Zeit geschrieben hat. Diese Schilderung paßt nämlich so augenfällig auf die von Herodes erbaute Burg Antonia, daß es eigentlich erstaunlich ist, wie dieses Moment übersehen werden konnte * *). Man kann fast die ganze Beschreibung der Akropolis in Jerusalem, welche Aristeas besichtigt haben will, mit den Worten belegen, welche Josevhus von der Antonia gebraucht. In den Alterthümern giebt dieser Historiker nur kurz an, daß Herodes die von den Häsmonäern benutzte Baris *) zur Sicherheit *) ccfia de zfj nQwty naqayivovTo elg trjv avlrjv xadnjfiiQav, xal noitjcsäfievoi ro v äanafffiov rovßatftXewg. ed. Hody p. XXV Schmidt p. 67. *) Am meisten verkannte Ewald die Schilderung, indem er in B. IV 3 behauptet: die Ermahnung der Akropolis weise auf die vorhero» dianische Zeit. ») Vgl. v. S. 150 fg.