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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 7 · p. Seite 263

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 7
Article
Mythenmischung in der Hagada
Date
1876-01-01
Page
Seite 263 (sequence 9)
Language
German
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sagengeWiryre, wie zur weyiyowgie per rregyprer,!pyomrer u. ^sriecyen. nvo , die Hebräer den Namen Osarsyph mißverstanden, nicht was die Aegypter darunter verstanden haben. Was diesen letzteren Punkt betrifft, so wird meines Erachtens demjenigen Glauben zu schenken sein, was Manetho darüber sagt, da es sich hier um einen ägyptischen Namen handelt.. Manetho aber fügt an zwei Stellen, wo er diesen Namen erwähnt, dey etymologischen Beisatz hinzu, ״and tov iv cHXCov noXet, 0sov ’Ocrfgeoos“, was doch nichts anderes bedeuten kann, als daß der Name ״sich von dem ״Gotte Osiris in Heliopolis herleite" ') Damit wäre die erste Hälfte des Namens Osarsyph erklärt: Osar ist Osiris. Ueber die zweite Hälfte, die Sylbe syph, sagt Manetho nichts, vielleicht, ׳ weil er sie für unwesentlich hielt, Lauth aber hat ohne Zweifel das Nichtige getroffen, wenn er darin das den Aegyptern und Hebräern gemeinsame סוף״, Binse, Schilf" erblickt. Hiermit wären wir denn zu dem vorläufigen Ergebniß gelangt, daß Osarsyph eine Komposition ist, deren erste Hälfte Osiris und deren andere ״Binse, Schilf" bedeutet. Was bedeutet aber das Ganze? Hier tritt Plutarch aufklärend ein, welcher bemerkt, daß die Aegypter ״nicht bloß den Nil, son- ״dern alles Feuchte geradehin den Ausfluß des Gottes Osiris ״nennen, und bei den Festzügen geht immer das Wassergefäß ״zu Ehren des Gottes voran; durch die Binse bezeich- ״nen sie den König und den südlichen Theil der ״Welt, die Binse wird übersetzt durch ״Tränauch huldigen!! Demnach konnivirt der Pentateuch oen Polytheismus — eine Erfindung, welche an Seltsamkeit wohl kaum Etwas zu wünschen übrig läßt. Die Betonung ״seinem Gotte", auf welche Büdinger noch besonders in einer Anmerkung aufmerksam macht, erinnert an jenen Philosophen, der seine Behauptung, es käme in dem kartesianischen cogito ergo siun auf das ״Ich denke" an, mit den Worten begründete, man miisse eogi t S betonen.) ') Die Annahme, daß die Worte Manetho's soviel wie ״Osiriskind" bedeuten, ist nach Lauth (a. a. O.) lexikalisch nicht zu rechtfertigen.

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