Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 7 · p. Seite 261

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 7
Article
Mythenmischung in der Hagada
Date
1876-01-01
Page
Seite 261 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829472-2829480-2869404--16896-2869437
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

uuc afu;19u1o01e oer Jt1egx)p1CK, rpyonuer u. ^srrecyen. übl J י man denn auch auf das absonderliche Hybndum Osar-sepk ge-׳ rathen sein, da ja doch, wenn schon Iah preisgegeben wurde, . auch diese letztere Sylbe durch ein ägyptisches Wort ersetzt wer- . -ß dsn konnte'), ganz dessen zu geschweigen, daß diese Sylbe über- : ■ Haupt nicht seph, sondern, wie oben erwähnt, syph lautet. Von Seiten der Etymologie also findet die Hypothese Saalschütz', daß Osarsyph Joseph bedeute, keine Unterstützung. Was bedeu-;׳ tet denn nun Osarsyph? Lauth (a. a. O.) denkt sich das Wort, indem er es nach Manetho's Angabe für den ägyptischen Namen Moses'.ansieht, als aus äg. שר — hebr. סל und äg. und hebr. p)D zusammengesetzt, wonach es soviel wie ״Binsenkörb- - lein" bedeutet, eine Etymologie, welche in der biblischen Erzählung von, der Findung Moses' ihre Bestätigung finden soll. Dagegen wendet Büdingera) mit Berufung auf Brugsch' Wörterbuch ein, daß ״sar (־= sal) im Aegypüschen. niemals für Korb oder Körblein nachweisbar", und ferner mit Berufung auf Gesenius Wörterbuch, daß 581״ in der Bedeutung von Korb ursprünglich semitisch sei". Wenn aber Büdinger nun nach Gel- ׳ tendmachung dieser Einwände seinerseits von einer ״mühelosen ' Erklärung des Namens" redet, so muH man sich darüber billige verwundern, da er doch nur die erstere Hälfte der Lauth'schen Erklärung entkräftet, ohne eine andere an ihre Stelle zu setzen. 31 ff. und meine Bemerkung zu Stern, Liber Responsionum S. 18 zu vergleichen ist. — Auch der Talmud Sota 36 b. bezeugt (הוסיף לו אות אחת משמו), daß das ה in יהוסף nicht zum Stämme gehört. Vgl. Fürst Handwörterb. s. v. Wenn in ״Jochebed" das Tetragramm enthalten ist, was jedoch zweifelhaft, so ist der Name eine spätere Umwandlung, angedeutet / Num. 26, 59, wie die Umwandlung von Hosea in Josua das. 13, 16 angeführt, aber schon Exod. 17, 9 gebraucht wird. Vgl. Grätz Gesch. II, a 322; ’) Wie es ähnlich bei der Umwandlung von Asarjah (Dan. 1, 7) in Abednego (also nicht in Asarnego) geschehen ist. Saalschutz beruft sich daher ganz mit Unrecht auf diese Umwandlung. *) Aegyptische Einwirkungen auf hebräische Culte (Schluß). S> 19 ff. (Sitzungsberichte der phil. histor. Claffe' der kais. Madem. d. Wiff. LXXV 58b. © . 26). .

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.