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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 7 · p. Seite 258

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 7
Article
Mythenmischung in der Hagada
Date
1876-01-01
Page
Seite 258 (sequence 4)
Language
German
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258 Mythenmischung in der Hagada. Ein Beitrag zur jüdischen wie solches in unseren beiden Hagadas am deutlichsten hervortritt. Weil man aber die Kluft, welche solche Sagen und Vorstellungen von dem Geiste der Bibel und des Judenthums trennte, selbst fühlen mochte, suchte man dieses Gefühl bei dem. Zuhörer oder Leser mit der Phrase: Wundere dich nicht! und einigen weit hergeholten biblischen Belegen zu beschwichtigen. Auf diese Weise hat sich die angeführte Phrase durch konstanten Gebrauch gewifsermassen zu einem torminus tsobnious von Hagadas nicht-": jüdischer Provenienz herausgebildet: sie ist aber eben dadurch aus einem Deckmantel der letzteren zu ihrem Erkennungszeichen geworden. Zur Beleuchtung des hier angedeuteten auf die Judaistrung verdächtiger Hagadas abzielenden Verfahrens kann noch eine andere Stelle in unserer Hagada dienen, die erst von diesem Gesichtspunkte aus verständlich wird. Moses wirst nämlich, um den Sarg Josephs an die Oberfläche zu bringen, einen Stein in den Nil. Dieser Vorgang ist offenbar der Erzählung II Könige 6, 6 nachgebildet, wo es von dem Propheten heißt: ״und ״er fällte Holz und warf es hinein und schwemmte das Eisen ״herauf". Die Uebertragung dieses biblischen Zuges auf unsere Sage verfolgt nur den Zweck, dieselbe in den Rahmen eines biblischen Vorganges einzuzwängen und ihr ein jüdisches Gepräge zu geben. In den Quellen ist bereits das Verständniß für die diplomatische Bedeutung dieser Uebertragung geschwunden. Denn in der angeführten Relation der Mechiltha ist zwar erwähnt, daß Moses einen Stein in den Nil geworfen, aber der bezügliche Vers aus dem Buche der Könige, welcher den Vorgang des Wurfes erst erklärt, ist ausgelaffen. Andererseits zieht der talmudische Bericht den Vers an, aber von dem Steinwurfe Moses geschieht keine Erwähnung. So ist es auch in der Tosefta, während die jüngeren Midraschim Beides übergehen. Hier: aber die Kopisten verantwortlich machen wäre Willkür. Im Gegentheile bezeichnen diese Auslastungen eben so viele Stadien

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