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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 5 · p. Seite 201

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 5
Article
Die Fabel in Talmud und Midrasch
Date
1876-01-01
Page
Seite 201 (sequence 7)
Language
German
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Die Fabel in Talmud und Mdräsch. 2V1 dienste. keine wohlthätigen Verordnungen" Md---׳nützlichen Leistungen erwarten dürsten, vielmehr sich damit 'begnügen müMttwenn es nur keine feindseligen Verordnungen und grausamen Verfügungen gegen sie erläßt. ׳-"i0:l Diese Fabel hat auch Aesop; nur daß sie dort lautet: AYK02 KAI EPQIAI02; was schon de Nossi a. u. a. O. bemerkt:׳ בשאתו אליהם משל האריה והקורא הנמצא ־לאיס״ופד על שם תאב משיל ששי בספרו הידוע. Bei Babrios ist sie Fab. 94. Die am Ende der Fabel beigefügte Lehre lautet: ״Kaxoig ßorjdwv fuG&ov ayad'öv ov Xrnf)r\.!: .׳׳•::• atä aQxeösi goc, fiiquTcov xaxibv “ Von da ist sie in?käärus übergegangen. Lib. k, Fab. vm 1.upu8 ot gruis. רפון כיון דאתון כתביא שרון בכין בעין לספרד על מלכוחא. (Man merke wohl die in G. N. beobachtete Reihenfolge der Facta: zuerst versammeln sie sich in der Rimmonebene, dann wird ihnen der kaiserliche Befehl zugestellt. Ohne Zuhilfenahme der Stelle in M. Thr. von der Verkündigung durch -die Herolde, weiß man nicht, was sie eigentlich zusamm engeführt hat, wenn man nicht annehmen will, daß ihnen der Plan des Kaisers verrathen wurde! Eine Zusammenrottung wäre doch erst zu erwarten gewesen n a ch der Zustellung des kaiserlichen Entschlusses; und es müßte umgekehrt lauten: כיון דאתון כחכיא הוון קהליא מצמחין בהדר. בקעתא דכית רמץ שרון בכין בעי u. s. w.). Diesen von Hadrian befürchteten Aufstand wollte nun R. I.. b. CH. durch seine Fabel verhüten. Auf einen Theil.mag sie beschwichtigend eingewirkt hahen; Viele aber griffen zu den Waffen, und diese ließ Hadrian, nach der E r z.ähl u n g im M i d r. Thr. n i e d e r m a ch e n. Daß dort die Unterdrückung dieses Aufstandes mit so vielen Schreckensscerren .ausgemalt ist, wird Keinen wundern, der da weiß, wie alle hadrianischen Versalgungsgeschichten in den grellsten Farben aufgetragen sind. So erzählen beide Midraschim ein und dasselbe Factum und ergänzen sich gegenseitig; und wir hätten dadurch noch eine Nachricht über den projectirten Wiederaufbau des Tempels durch Hadrian. Prof. Grätz läßt in seiner Gesch. IV, S. 126, auch die Aufständischen unter T r a j a n in der R i m m o n e b e n e sich versammeln; meines Wissens jedoch findet sich nirgends die Rimmonebene als Versammlungsschauplatz der Aufständischen unter Trajan angegeben; nur unter Hadrian wird sie als solcher angeführt.

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