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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1876-01-01 · Heft 5 · p. Seite 189

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
25 (1876)
Issue
Heft 5
Article
Mythenmischung in der Hagada
Date
1876-01-01
Page
Seite 189 (sequence 13)
Language
German
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WM Sagengeschichte» wie zur Mythologie der Äegypter, Hhömkerm Griechen. 189 chem der Nußbaum vorkommt» unter dem- Einflüsse dieser Vorstellung und des von R. Eleasar angeführten Vergleiches entstanden ist, wenn feiner auch erst in der nachtalmudischen Zeit Erwähnung geschieht 1). ’ - / Wenden wir uns nunmehr, nachdem wir die Einwirkung der Horussage auf die Hagada beobachtet haben, der Frage zu, ob nicht diese auch für das Verständniß jener von Belang sei. Es läßt sich Lei der Nachbarschaft und dem regen Verkehr beider 'Länder anttehmen, daß die Horussage unmittelbar, also auch in ursprünglicher Fassung von Aegypten Nach PaläsRna gedrungen ist. Nachmals änderte sich daran wie von selber bloß dasjenige, was mit dem Monotheismus sich nicht vertrug; svnstige Aenderungen vorzunehmen oder gar fremdartige mystische Züge hinzuzudichten, lag hier, wo es keine Mythologie gab, keine Veranlassung vor. Anders stellt sich das Verhältniß für Griechenland und Rom. Hier, wo eine ausgebreitete Mythologie vorhanden und eine fortgesetzte Mythenbildung thätig warmußte dervon Aegypten überkommene Horusmythus allerlei- Mngestaltungen und Verfälschungen sich gefallen lassen, -indem man aus anderen Göttersagen entlehnte Züge ihm beimischte oder neue hinzudichtete. Die Abbildungen, welche Cuperus?) nach Münzen, Gemmen, Amuletten und Statuen zusammengestellt hat und in welchem Horus-Harpocrates bald mit diesem, bald mit jenem aus späterer Zeit stammenden Attribute erscheintbald mit dem einen bald mit dem anderen Gotte identific-irt wird, bestätigen diese Behauptung mehr als nöthig ist. Der Tqlmud weiß von allen diesen Attributen nicht das Geringste; er kennt nur das Licht (an Stelle des Diskus) und die eigerß thümliche Haltung des Fingers — Züge, welche ohne weiteren Zusatz nur auf den ältesten ägyptischen Horusabbildungen vor- 1; ,I Tur, Eben haös. 68, Ende, י) a. a. O.

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