Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 24 (1875)
- Issue
- Heft 12
- Article
- [Rezension] / D. S.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 567 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Recension. 567 mit einiger Schüchternheit den Averroisten bei. Im 6. Abschnitt behandelt er eine andere Streitfrage: das Verhältniß des Jutellects zur Seele. Da Aristoteles sich nicht deutlich darüber geäußert hatte, waren bekanntlich schon bei seinen Commentatoren Alexander und Themistius verschiedene Auffassungen vertreten. Von neuem hatte Averroes die Frage ausgenommen und beide Ansichten einer Kritik unterworfen. Hillel schickt voraus, daß die Arten des Jutellects 3 sind: שכל אפשרי המכונה כספרי בן רשר (nach Alexanders Vorgang) המרי והוא הכה המרבר ושכל הקנוי היא העיוני ושכל הפועל und gießt in einer Einleitung eine Vergleichung zwischen dem Verhältnisse des Verstandes zu seinem Object und dem der Sinne zu dem ihrigen. Von der Aufnahme und Bearbeitung der Sinneseindrücke hat er schon 7« Z. 8 gesprochen und kommt jetzt 12 s darauf zurück. Das letzte Ziel des menschl. Geistes ist bekanntlich die Vereinigung mit dem ״thätigen Verstand." Aber die Frage entsteht, ob das auch möglich sei, wenn der Verstand als ein Theil (Hillel entschuldigt mehrmals den ungenügenden Ausdruck) einer Seele, welche Form eines materiellen Körpers ist, betrachtet wird. Und jetzt führt Hillel im 7. Abschnitt die zu seiner Zeit auftretenden Meinungen auf. Averroes und seine Anhänger wollen aus Aristoteles beweisen, daß der Jntellect eine allen Individuen gemeinsame Substanz sei. Die חכמי הרחות (so ist 13 b Z. 9 zu lesen, s. Steinschneiders Bemerkung im Variantenverzeichniß und 14 d Z. 39) behaupten dagegen, daß die erwähnten Stellen in Aristoteles so zu erklären sind, daß sie wenigstens nicht gegen ihre Ansicht streiten, daß der Jntellect ein Theil der individuellen Seele sei. Hillel unternimmt es zu zeigen, daß in Arist. Aussprüchen gerade die von Averroes verworfene Ansicht liegt, und setzt dann auseinander, wie die Seele, Form eines Körpers, eine Kraft besitzen kann, die mit dem körperlichen gar nichts zu thun hat. Auf die Untersuchung selbst können wir hier nicht eingehen, weisen aber auf 18» Z. 30 hin, wo Hillel mit Stolz berichtet, daß eine Erklärung von einer aristot. Stelle, die cr in