Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 24 (1875)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Die Fabel in Talmud und Midrasch
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 549 (sequence 10)
- Language
- German
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Die Fabel m Talmud und Midrasch. 546 abgegeben haben: warum der מצורע M Wem Reinigungstage Cederholz und Jsop bringen mußte; ferner die Gründe für die MWHiMMn Schlachtregeln beim Vieh einerseits und beim Geflügel andererseits, und auch dafür, warum die Vorschrift des Schlachtens nicht auch auf die Fische ausgedehnt wurde; endlich auch daflir, warum gerade bei den in der Thorah genannten שמנה שרצים das Fangen und Verwunden am Sabbath streng geahndet wird! Ich habe diese Stelle nie anders aufgefaßt, als daß hier von Fabeln die Rede sei, in welchen Salomo allerlei Bäume und Thiere redend und handelnd einführte, um aus ihnen manche Weisheitsregel und Sittenlehre für das Leben zu ziehen; w i e sie auch Rabbi Samuel ben Meir in seinem Talmudkommentar zu Bab. Bathr. 134, Schlagw. שיתק דקלים auffaßt. Nur nach dieser Auffassung erscheinen Zusammenhaug und Ausdrucks weise des Textes klar und richtig. Auch Prof. Grätz faßt im ersten Bande seiner Geschichte, S. 303, Anm. 2, diese Stelle so auf. Daß jedoch schon Sir ach und Josephus gerade Fabeln unter וידבר על העציס u. s. w. verstanden hätten, wie Grätz in der gen. Anm. aus den dort citirten Stellen Nachweisen will, möcht' ich nicht behaupten. Sirach sagt blos: man bewunderte Sa- I0M0: ״iv (iScdg xcü rmooifi uug xai /moaßoXcug xal veia1$.“ Grätz stützt sich offenbar auf ״nayaßoXalg“, das er auch durch gesperrte Schrift hervorhebt; eben so hebt er im zweiten Citat aus Josephus ״mßaßoX^v“ in gesperrter Schrift hervor. Da aber bei Beiden naoaßo?^, und nicht die eigentliche Bezeichnung für Fabel im Griechischen, a 7t 6 Xo ץ o $, vorkommt; so ist daraus zu ersehen, daß sie nur Gleichnisse, aber keine Fabeln darunter verstanden haben. Allenfalls aber geht, namentlich aus dem zweiten Citat Lus Josephus, deutlich