Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 24 (1875)
- Issue
- Heft 11
- Article
- [Rezension] / F-G.
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 524 (sequence 3)
- Language
- German
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524 Recenstonen. schuldigen die von ihm übersehenen Einzelheiten, auf welche wir im Folgenden aufmerksam machen wollen: Im Allgemeinen verfällt er in den in dieser Hinsicht gewöhnlich begangenen Fehler des allzuängftlichen Strebens nach Worttreue selbst bei unübersetzbaren Ausdrücken. Durch den engen Anschluß der Uebers. an's Original wurden viele Härten unvermeidlich, so daß dieses oft als Schlüssel dienen muß. Ferner zerstückelt H. K. nianche Sätze in einer der hebr. Sprache geradezu widerstrebenden Weise, indem er beispielsweise S. 48 sieben Zeilen braucht, wo für Graetz zwei genügen. Dasselbe gilt von der Zersetzung und Verflachung der Wörter, wenn er den Hauptbegriff mit allen ihn zufällig begleitenden Bezie- Hungen bezeichnet, z. B. Lavine (st. אספת שלג oder (ערמת מסלת שלג נלאמינע) מראש הררי קרח S. 39, Z. 1 0. u. Solche nichtssagende Zusätze und überflüssige Anhängsel stören oftmals den Sinn: S. 9, Z. 9 v. u. S. 21, Z. 11. S. 39, Z. 1. S. 53, Z. 14 v. u. Zwecklose Einschiebungen wie S. 39, Z. 2 und 12 v. u., nicht durch Komma abgetheilte Relativsätze und Satzperioden wie S. 8, Z. 7. S. 15, Z. 14 erschweren das Verständniß. S. 49, Z. 17 ist die Wortstellung schlecht angeordnet. H. K. besitzt eine dichterische Erfindungskraft und eigenthümliche, tiefe Empfindung; demgemäß modificirt er manche Bilder nach der orientalisch-biblischen Anschauung. Weniger erhaben sind die selbstgewählten S. 53, Z. 3. S. 85, Z. 17 v. u. Originell ist die Neubildung מפרח für Literatur (gew. נספרורת• Der Uebers. zeigt Vorliebe für die Anwendung seltener Formen S. 27, Z. 9 v. u. S. 50, Z. 16 ׳תעל כלה, und Ein- Mischung neuhebräischer und chaldäischer Ausdrücke: רפה S. 18, Z. 10 ״ ויברירסzwingenשוט ,״ S. 18, Z. 10. Er läßt die Anmerkungen und die Angabe der Quellen fort, und verweist den forschenden Leser auf das Original.