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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 11 · p. Seite 503

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 11
Article
Zur Geschichte der Juden von Bordeaux
Date
1875-01-01
Page
Seite 503 (sequence 4)
Language
German
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Zur Geschichte der Juden von Bordeaux. 803 Er führt eine Reihe von Persönlichkeiten auf, welche, vom jüdischen Stamme aus Spanien oder Portugal nach Südfrankreich ausgewandert, als Aerzte, Advokaten und besonders als Professoren eine große Bedeutung in Bordeaux erlangten. Obwohl diese Christen blieben, so hatten sie so viel Interesse für ihre Stammverwandten, daß sie ihren Einfluß zu Gunsten derselben geltend machten. Malvezin weist nach, daß der berühmte Michel de Montaigne, der erste französische geistvolle Prosaist, der Vers, der noch heute gelesenen Essais, von Juden abstammte, und zwar von mütterlicher Seite. Seine Mutter Antoinette de Louppes, stammte aus einer jüdisch-marranischen Familie L o p e s. י) Sie war die Tochter des Pierre de Louppes, welcher ein Magistratsamt in Toulouse inne hatte, und Nichte eines sehr reichen und angesehenen Kaufmanns Anthoine Loopes oder de Louppes in Bordeaux, und heirathete 1528 den Edelmann Pierre Ayquem, Herrn von Montaigne, den Großvater des berühmten Montaigne. * *) Dominique Ram, Advokat des Parlaments von Bordeaux, und 1542 zum Rath des Parlaments ernannt, war ein zum Christenthum übergetretener Jude aus Aragonien. Sein Sohn, Thomas de R am, war Lieutenant-General des Senechalamtes von Bordeaux.') — Daniel de Tarregua, «in berühmter Arzt von Bordeaux und Profeffor an der Universität dieser Stadt (seit 1521), stammte ebenfalls von Juden ab. Er wurde als ״prsosisntissimas dominus" bezeichnet. 4) — Je o- Han Milan ges, Pocurer ani Parlament, war ebenfalls Marranne, Freund von Dominique Ram, dessen Sohn Simon *) Malvezin p. 75. Daher war de Montaigne so gut über die Marranen unterrichtet. In einem nur handschriftlich vorhandenen Kapitel feiner essais bemerkt er! »Quelquesuns (des Juifs de Portugal) se firent chrestiens; de la foy des quels ou de leur race encores aujourd’huy cent ans apres, peu de Portugois s’assurent. Das. *) das. p. 96. ') das. p, 92 fg. ') das.

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