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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 11 · p. Seite 495

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 11
Article
Studien über die Tosifta II
Date
1875-01-01
Page
Seite 495 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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Studien über die Tosifta II, 495 4, 5 hat die Tosifta wieder keinen Zusatz. In Alinea 9 hebt sie aus Mischna 6 zwei Punkte heraus, um einige Bemerkungen, die, streng genommen, nicht hierher gehören, im Vorbeigehen anznbringen. Ein Heide kann zwar, wie aus der Mischna und aus den oben besprochenen Quellen hervorgeht, nur Ganzopfer darbringen, immerhin bleibt es ihm gestattet, anstatt eines Jsraeliten, der eines Sühnopfers bedarf, das Opfer zu liefern, resp. es dem Israeliten oder dem Priester zu schenken.') Ebenso kann ein Proselyt fein ganzes Vermögen dem Tempelfonds vermachen, und wenn man nachträglich von einer solchen Anordnung des Verstorbenen Kunde erhält, so müssen Jene, die sich sein Vermögen als herrenloses Gut ungeeignet, es herausgeben; natürlich werden auch die zu einem Opfer des Proselyten nöthigen Nesachim auf diese Weise eingetrieben.ף Alinea 10, welches die Controverse R. JosL's und R. Jsmaels über die Veruntreuung hochheiligen Opferfleisches zum Inhalte hat, gehört hinauf zu Mn. 6 und bezieht sich auf die letzte Mischna des sechsten Perek; dort wird gesagt, daß die Priester aus den freiwilligen Gaben Ganzopfer darbringen, und in Alin. 10 lehrt R. Jfmael, daß die Kohanim für קרן וחומש, den sie, falls Hochheilige Opferstücke gegessen worden sind, erhalten, Freudenopfer zu bringen haben. Ich wenigstens weiß dieses Alinea nicht anders unterzubringen. Der achte Perek knüpft an die Mischna 7, 4 an. um die Ausnahmestellung Jerusalems in Bezug auf verunreinigende Flüssigkeiten zu besprechen. Während in allen Provinzialstädten jedwede Art von Schleim, über den man im Zweifel war, ob er nicht von unreinen Personen herrühre, sowohl Personen als auch Gegenstände verunreinigte, galt dies in Jerusalem nur von einer hochgelegenen Straße, wo heidnische Wäscher nnd Wä- ') Vgl. Menachoth p. 73 wo die Tosifta in diesem Sinne commentirt wird. Anstatt כותי שהביא שלמו hat die Boraitha שהתנדב -!הביא .שלמים י) Bgl. j. Baba Bachra 9, 1 Ende.

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