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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 11 · p. Seite 494

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 11
Article
Studien über die Tosifta II
Date
1875-01-01
Page
Seite 494 (sequence 3)
Language
German
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4Ö4 Studien über die Tosifta II. findet, um die Nesachim zu dem von ihm geweihten Opfer zu beschaffen, daß die Schatzkammer in beiden Fällen für Nesachim anfzukommen habe, ferner daß das Speise-Opfer des Hohepriefiers bei seinem Ableben ungeschmälert aus der Hebe der Schatzkammer gn bestreiten sei, viertens daß die Priester bei der Zubereitung des Opferfleisches Salz und Holz aus dem Tempel nehmen dürfen, fünftens daß die etwaige Benützung der Entsündigungsasche den Priestern nicht als Veruntreuung angerechnet werde und sechstens, daß der Tempelschatz und nicht der Lieferant die etwa abhanden gekommenen oder irrite dargebrachten Opfertauben zu ersetzen habe (7, 5—7). Zu diesen sieben Mischuajoth des siebenten Perek gehören die Alineas 7—10. — Zur ersten Mischna hat die Tosifta nichts zu bemerken, desto interessanter aber ist was uns R. Jose in Min. 7 erzählt, daß nämlich die zweite Mischna aus der Schule Schammai's stamme und daß nach den Hilleliten die Distinction zwischen der Festes- und einer andern Zeit nur auf dem Tempelberg zu beschränken sei, hingegen alles sowohl auf den Tempelberg als in den Straßen Jerusalems gefundene Geld als Erlös des Zehnten betrachtet werden müsse. ') Alinea 8 commentirt zwei Punkte der dritten Mischna; ein mal belehrt uns die Tosifta darüber, daß selbst im Vorhos gefundene Fleischstücke gegessen werden dürfen, sobald sie auf eine Schnur ״) gezogen sind, weil man heiliges Fleisch nicht so aufzubewahren pflegte, und zweitens daß auch בגבו לין, und zu welcher Zeit immer nur das Fleisch a; genossen werden darf, welches auf einem reinen Platz gefunden wurde. Zu Mischna ') Vergebens suchen wir. sowohl Pesachim p. 7 auch Baba Mezia p. 26 nach den Spuren dieses Alinea's. Der Babli weiß eben so wenig etwas davon wie der Jeruschalmi. Der Dünnersche Tosifta-Sammler hat uns also wieder einmal sein geheimes Fach geöffnet. *) Der Jeruschalmi spricht zwar von NNMNv, aber er stellt diesen Punkt nicht als etwas Tradirtes aus. ף Vgl. Chulin p. 95 b die Controverse zwischen Rab und Levi, der Jeruschalmi nimmt מותר im besten Sinne des Wortes.

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