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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 11 · p. Seite 482

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 11
Article
Kritische Auslegung des neun und vierzigsten Psalmes
Date
1875-01-01
Page
Seite 482 (sequence 2)
Language
German
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482 Kritische Auslegung -es neun und vierzigsten Psalmes. olxo vnivrj wiedergiebt, also einfach יש2י ה2ל (wodurch Hupfelds Auseinandersetzung zu Ps. 17 überflüssig wird), ich .. sage, ohne dabei zu verweilen, da es zum Verständniß des Psalmes nichts beiträgt, wollen wir bei משל und חידה V. 5 stehen bleiben. Muß denn das Elftere durchaus ein ״Sprüchwort" oder ein ״Spruchgedicht" sein, und kann denn das andere ein ״Räthsel" bedeuten? Welchen Unsinn läßt man den Psalmisten reden, daß er sein Räthsel mit der Harfe vortragen will? Musikbegleitung zum Räthsel! Das stört ja nur das Verständniß und erschwert die Lösung! Und haben denn die folgenden Verse auch nur die Spur eines Räthsels oder auch nur einer Sentenzform? In Ps. 78, 2 können allenfalls משל und הירות die gewöhnliche Bedeutung haben, hier aber kann משל, das auch die allgemeine Bedeutung von ״Dichtung" und ״gebundener Rede" hat — im Gegensatz zu Prosa — nur den Sinn von ״Dichtkunst" haben, und für הידהי muß man unbedingt lesen: ש י ד דה י. Die Weisheit, die der Psalmist allen Klassen, den Reichen und Armen, zu sagen hat, oder vielmehr die bittere Wahrheit, die er verkünden will, will er nicht — nach Art der Prediger und Propheten in ungebundener Rede, sondern in Versform und mit Begleitung der Harfe vortragen, damit sie einen Eindruck machen soll. Dazu muß er auf die Dichtkunst horchen, ihr sein Ohr zuneigen; sie soll ihn begeistern und das rechte Wort auf seine Zunge legen. Der Ps. ist vielleicht gar eine Improvisation. V. 6 עון עק2י ים2ני haben die Ausl, durchweg mißverstanden. ״Ferse" oder ״Spuren" giebt kaum einen nothbehilflichen Sinn. Viele Ausleger haben allerdings geahnt, daß es ״Gegn e r" bedeuten müsse, wie denn auch der Syrer das richtige angiebt: 2עלר22י; allein sie wußten das Wort nicht etymologisch unterzubringen. Sie riethen auf ״ ע^2יsupplantatores mei“; aber dagegen bemerkt Hupfeld mit Recht, daß es im Sprachgebrauch unerweislich ist. Liest man aber mit Buchst«-

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